Mittwoch, 01. Juni 2016, 14:13 Uhr

Woody Allen: Ist das hier das Schlusswort im Missbrauchs-Skandal?

Robert B. Weide hat sich zu den Missbrauchs-Vorwürfen gegen Woody Allen geäußert. Der Produzent, Autor und Regisseur hat mehrere Artikel über Allen geschrieben und unter anderem auch einen Dokumentarfilm über ihn gedreht.

 Woody Allen: Ist das hier das Schlusswort im Missbrauchs-Skandal?

Nun hat er sich hinter Allen gestellt und die Aussagen von Ronan Farrow, dem Kind von Allen und Mia Farrow, in Zweifel gezogen. Ronan hatte zeitgleich zur Premiere von Allens neuem Film ‚Café Society‘ zum Boykott des Regisseurs aufgerufen und sich damit an die Seite seiner Schwester Dylan gestellt, die zur Zeit der Scheidung behauptet hatte, von Allen missbraucht worden zu sein. Weide stieß dies auf: „Ich wiederhole: Woody Allen wurde in den 90ern vor Gericht gestellt und für unschuldig befunden. Es waren sechs Monate lange Untersuchungen bezüglich des ihm vorgeworfenen Missbrauchs angestellt worden. Er hat sogar einen Lügendetektortest bestanden.“ Weide hatte auch ein mehrstündiges Interview mit Allens und Farrows Sohn Moses geführt, der seinen Vater von allen Vorwürfen freisprach. Weide nahm in seinem offenen Brief auch darauf Bezug: „Moses sagte öffentlich: ‚Natürlich hat Woody meine Schwester nicht angefasst. Sie hat sich nie vor ihm versteckt, bevor unsere Mutter eine Atmosphäre von Angst und Hass um ihn geschürt hat.'“

An dem Vorwurf, Allen habe Dylan auf einem einsamen Dachboden missbraucht, während eine Spielzeugeisenbahn um sie herum gefahren sei, sei absolut nichts dran, so Moses Farrow: „An dem Tag waren sechs oder sieben von uns im Haus. Wir waren alle in öffentlichen Räumen und nicht einer hat sich irgendwo versteckt. Meine Mutter war einkaufen. Ich weiß nicht, ob meine Schwester tatsächlich glaubt, missbraucht worden zu sein oder ob sie es nur behauptet, um unserer Mutter zu gefallen. Ihr zu gefallen war eine große Motivation. Wenn man mit ihr nicht einer Meinung war, wurde sie handgreiflich. Ich versichere euch, es gab keine Spielzeugeisenbahn auf dem Dachboden. Er war praktisch unbenutzbar, weil er nie fertig gestellt worden war.“

Weide plädiert dafür, dass die Vorwürfe gegen Allen nach seinem Freispruch und den zahlreichen Widersprüchen innerhalb der Farrow-Familie endlich fallen gelassen werden. (Bang)

Foto: Joe Alvarez