Samstag, 04. Juni 2016, 21:19 Uhr

Nick Jonas im Interview: "Wenn ich Profi-Sportler wäre, wäre ich Fußballer!"

Als jüngstes Mitglied und Fan-Liebling der Jonas Brothers wurde der in New Jersey aufgewachsene Nick Jonas zum Teeniestar. Vor drei Jahren trennte sich die Band, seither etablierte sich der 23-Jährige als Solosänger und Schauspieler (u.a. in der Serie „Kingdom“ und dem Berlinale-Film „Goat“). Mit „Last Year Was Complicated“ erscheint am Freitag sein neues Album, auf dem er die schmerzvollen Seiten des Erwachsenwerdens in Pop mit R’n’B-Einschlag verkleidet. klatsch-tratsch.de hat mit ihm gesprochen.

Nick Jonas im Interview: "Wenn ich Profi-Sportler wäre, wäre ich Fußballer!"

Nick, hast du ein Lieblings-Gadget?
Ich bin nicht wirklich der Typ für Gadgets. Ich verbringe meine Zeit lieber mit Menschen als mit Technik.

Für „Honda“ hast du jüngst ein Motorrad designt. Fährst du auch selber?
Noch nicht. Aber ich will unbedingt den Führerschein machen. Ich bin da echt auf den Geschmack gekommen.

Du siehst sportlich aus. Was tust du dafür?
Gewichte stemmen! Ich mache auch viel Zirkeltraining, wo ich Cardio und Krafttraining kombiniere. Wenn ich auf Reisen bin, ist es hart, die Routine beizubehalten. Aber ich gebe mein Bestes, um aktiv zu sein und einem gesunden Lifestyle zu folgen.

Bist du eitel?
Nein, das hält sich im Rahmen. Mir geht es beim Sport in erster Linie um den Gesundheitsaspekt.

Hängt das auch mit der Diabetes-Erkrankung zusammen, die bei dir im Kindesalter diagnostiziert wurde?
Ganz klar. Es gibt Zeiten, wo es frustrierend ist, das in den Griff zu bekommen. Aber ich mache das Beste draus und unterstütze andere Erkrankte, in dem ich sehr offen damit umgehe.

Auf welche Sport-Mannschaften stehst du?
Ich bin totaler Baseball-Fan. Die New York Yankees und die Los Angeles Dodgers sind meine zwei Lieblingsteams. Ich versuche, ihre Spiele so oft es geht zu besuchen. Mein Terminkalender erlaubt es nicht immer.

Nick Jonas im Interview: "Wenn ich Profi-Sportler wäre, wäre ich Fußballer!"

Wie sieht es denn mit Fußball aus? Am Tag deines Albumreleases startet bei uns ja die Fußball-EM.
Ganz ehrlich: Wenn ich Profi-Sportler wäre, dann Fußballer! Ich gucke mir das unglaublich gerne an. David Beckham hat den Sport den Amerikanern nähergebracht, also finden wir Fußball jetzt auch cool. Ich bin mit Landon Donovan aufgewachsen, das war einer der besten US-Fußballer.

Verfolgst du auch die Olympischen Sommerspiele?
Ich gucke mir alle möglichen Sportarten im Fernsehen an. Aber diesen Sommer wird das schwierig, denn ich gebe ja über 40 Konzerte und bin ziemlich beschäftigt.

Apropos: Wirst du im Doppel mit Demi Lovato auch in Europa auf Tour gehen?
Das wäre schön. Wir haben dasselbe Management. Aber noch gibt es keine Pläne außerhalb der USA. Wir machen einen Schritt nach dem anderen.

Nick Jonas im Interview: "Wenn ich Profi-Sportler wäre, wäre ich Fußballer!"

Am 9. Juni wirst du erst mal mit dem Hal David Starlight Award der Songwriters Hall of Fame ausgezeichnet. Ist das eine große Sache für dich?
Ja, total. Es fühlt sich immer noch völlig surreal an. Vor mir wurden Künstler wie Taylor Swift und John Mayer damit geehrt. Aber es ist toll, denn ich bin schon fast zwölf Jahre im Entertainmentbusiness tätig. Angefangen habe ich am Broadway, dann kamen die Erfolge mit den Jonas Brothers und Disney. Heute bin ich unglaublich dankbar, in einer Position zu sein, in der ich mich neu erfinden darf.

Mit „Last Year Was Complicated“ gibt es nun ein neues Album von dir.
Ja, damit habe ich meine letzte Trennung verarbeitet (von Miss Universe Olivia Culpo, Anm. d. Red.). Man nimmt aus einer gescheiterten Beziehung immer etwas mit fürs Leben. Noch einmal Revue passieren zu lassen, was passiert ist und in der Lage zu sein, die eigenen Gefühle in den Songs offenzulegen, hatte etwas Befreiendes.

Du hast zur Single „Close“ mit einer anderen Dame ein Video gedreht.
Mit der schwedischen Popmusikern Tove Lo. Sie hat auch mit mir an einigen Songs der Platte geschrieben. Das Video ist echt heiß geworden. Tove Lo war furchtlos genug, sich darauf einzulassen. Aber da läuft nichts. Wir haben uns in der Situation einfach fallengelassen.

Hast du das Gefühl, nach den Jonas Brothers endlich ernst genommen zu werden?
Ich glaube, ich bin da auf einem guten Weg. Ich hatte großes Glück, mit tollen Kreativteams und Schauspielern an Filmen arbeiten zu können. Ich bin auch wählerisch, was Filme angeht. Es ist nicht leicht, aus den Köpfen der Menschen rauszubekommen, dass ich mal der Teenie-Star war.

War die Trennung der Jonas-Brothers richtig?
Das war das Beste, was wir tun konnten! Unsere Beziehung untereinander hat sich verbessert. Wir sind nun wieder in erster Linie Brüder. Was wir beruflich machen, ist da gar nicht mehr so wichtig.

Interview: Katja Schwemmers. Fotos: WENN.com, IconicPix/WENN.com