Mittwoch, 08. Juni 2016, 14:48 Uhr

Adele: Bowie-Produzent Tony Visconti zweifelt an ihrem Können

Popsängerin Adele (28) gilt bekanntlich als eine der größten Stars und Stimmen der Musikindustrie. Tony Visconti (72), langjähriger Produzent der Werke des verstorbenen David Bowie, scheint von ihrem Talent aber offenbar nicht ganz so überzeugt. Und das, obwohl die 28-Jährige es schon diverse Male live unter Beweis stellte.

Adele: Bowie-Produzent Tony Visconti zweifelt an ihrem Können

Gegenüber dem britischen Klatschblatt ‚Daily Star’ erklärte er nämlich: „Du machst das Radio an und […] man hört zu 90 Prozent computerbearbeitete Stimmen. Wir alle wissen, dass Adele eine tolle Stimme hat, aber man muss sich sogar fragen, ob das wirklich ihre Stimme ist oder wie viel davon manipuliert wurde. Wir wissen es nicht.“ Er selbst wäre von den derzeitigen Musikstars desillusioniert. Alles sei schon von vornherein festgelegt, das hätte auch Konsequenzen für die Musik: „Es gibt im Pop momentan einen Sound, der ist so perfekt, dass es schon langweilig ist.“

Um die gute altmodische, handgemachte Musik ein wenig mehr zu fördern, sitze er daher ab dem 14. Juni in der britischen Talentshow ‚Guitar Star’. Wie der Name schon andeutet, werden da talentierte Gitarristen gesucht. Die Besten bekommen dann die Chance, beim diesjährigen ‚Latitude’-Festival, einem bedeutenden Musikspektakel in England, zu performen. Mister Visconti schaue dabei vor allem nach „Virtuosen wie Hendrix, Cobain oder Bowie“, wie er verriet.

Auf die berühmten „herzzerreißenden“ Backstories à la ‚DSDS’ werde in der Show daher offenbar auch bewusst verzichtet. Dem 72-Jährigen zufolge sei derzeit „die schlimmste jemals dagewesene Zeit in der Musikindustrie“ und ‚Guitar Star’ wäre deshalb „ein Schritt in die richtige Richtung.“ Was der Co-Produzent von Bowies letztem Album ‚Blackstar’ aber auch verkündete: es könnte neues Material der verstorbenen Musikikone geben. Möglicherweise werde ‚Blackstar’ nämlich mit Songs neu veröffentlicht, die David Bowie für seine New Yorker Bühnenshow ‚Lazarus’ geschrieben habe. Zumindest also ein musikalischer Lichtblick für dessen Fans. (CS)