Freitag, 10. Juni 2016, 9:24 Uhr

Paul van Dyk musste wieder laufen und sprechen lernen

Bei seinem schweren Sturz im Februar von einer Bühne ist der Berliner Trance-DJ Paul van Dyk (44) offenbar knapp am Tod vorbeigeschrammt: „Der Fakt, dass ich noch lebe, ist ein Wunder“, sagte er dem ‚Billboard Magazin‘ in seinem ersten Interview nach dem Unfall.

Paul van Dyk musste wieder laufen und sprechen lernen

„Ich hatte ein Schädel-Hirn-Trauma, einen doppelten Bruch der Wirbelsäule, viele Quetschungen und eine offene Wunde hinten am Kopf.“ Die Ärzte hätten seiner Verlobten und seiner Mutter nach dem Sturz gesagt, sie könnten froh sein, dass noch alle lebensnotwendigen Organe funktionieren.

In den ersten fünf Wochen habe er im Rollstuhl gesessen, berichtete der DJ. „Wegen der Hirnverletzung musste ich wieder laufen lernen. Ich musste wieder sprechen lernen und ich musste essen lernen.“ An den Sturz – van Dyk war in eine schwarze Deko-Stoffbespannung mehrere Meter in die Tiefe gefallen – selbst erinnere er sich nicht mehr. „Zum Glück reagiert das Gehirn – es schützt einen vor diesen traumatischen Erinnerungen, sagte der DJ und Produzent weiter. „Ich trat auf etwas, das nicht stabil war. Es war wie schwarzer Stoff und es war nicht markiert“.

Besonderen Halt habe ihm danach seine Verlobte gegeben. „Ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Sie war die ganze Zeit bei mir.“ Sie sei der Grund, weshalb er noch am Leben sei. Es sei allerdings noch ein langer Weg bis zur kompletten Genesung. Dennoch will er schon diesen Monat wieder auf der Bühne stehen: Beim Festival EDC in Las Vegas. In diesem Jahr will er noch ein neues Album aufnehmen, das aber erst im kommenden Jahr erscheinen wird.

Das Unglück geschah Ende Februar beim ‚A State of Trance‘-Festival im niederländischen Utrecht aufgetreten. Vor kurzem verließ van Dyk das Krankenhaus. Am 24. Mai meldete er sich erstmals via Facebook bei seinen Fans zurück. (dpa/KT)

Foto: WENN.com