Montag, 13. Juni 2016, 20:26 Uhr

Preview "Gayby Baby": Vier Kinder, deren Eltern anders sind

‚Gayby Baby‘ erzählt die Geschichte von vier Kinder – Gus, Ebony, Matt und Graham – deren Familien besonders sind. Ihre Eltern sind gleichgeschlechtliche Paare.

Preview "Gayby Baby": Vier Kinder, deren Eltern anders sind

Während sie sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens herumschlagen, diskutiert die Außenwelt über die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften und darüber, ob Kinder aus Regenbogenfamilien gefährdet sind. Deutscher Kinostart ist am 23. Juni 2016.

Zur Finanzierung ihres ersten Lang-Dokumentarfilms startete die Regisseurin Maya Newell, die selbst als Gayby mit zwei Müttern aufwuchs, gemeinsam mit der Produzentin Charlotte Mars eine Crowdfunding-Kampagne und generierte über 100.000 Dollar  – die bis dato höchste Summe für einen australischen Dokumentarfilm.

Und um die hier geht’s: Der 10-jährige GUS steht auf Wrestling. Er ist dabei seine Männlichkeit zu entdecken und findet die Machowelt des Wrestling sehr spannend. Der gewaltbetonte Sport ist aber genau das, was GUS’s Mütter besonders ablehnen.

Die Wrestler sind nicht gerade ihre Vorstellung eines guten männlichen Vorbilds. GUS muss die Einstellung seiner Mütter ändern, denn es ist sein großer Traum bei einer wichtigen Wrestling-Show in Sydney live dabei zu sein.

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Die 12-jährige EBONY kämpft in den äußeren Vororten von Sydney darum ihren Platz im Leben zu finden. Sie träumt von einer Karriere als Popsängerin und hofft darauf an der prestigeträchtigen Newtown School of Performing Arts angenommen zu werden. Die Schule ist nicht nur wegen des künstlerischen Angebots interessant. Sie liegt in einem Künstler-Vorort, wo EBONY das Gefühl hat, sie und ihreFamilie würden besser akzeptiert. Mit dem anstehenden Vorsingen sieht sich EBONY bald gezwungen darüber nachzudenken, was wichtig ist im Leben. Vielleicht ist auf die Newtown-Schule zu gehen eben doch nicht alles…

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Der 11-jährige GRAHAM kann nicht lesen. Er schämt sich dafür. Von seinen leiblichen Eltern schwer vernachlässigt, kämpft er heute mit Lernverzögerungen. GRAHAM möchte unbedingt lesen lernen. Als seine Väter nach Fidschi umziehen, kommt ein weiteres Problem hinzu. In der konservativen Gesellschaft des Inselstaates möchten sich diese nicht als homosexuell outen. GRAHAM muss seine Familie verstecken und sich trotz seiner Leseschwäche in einer neuen Umgebung behaupten. Als er in der Schule einen Vortrag mit dem Thema „Ich und meine Geschichte“ halten soll, muss er sich seinen größten Ängsten stellen.

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Der 11-jährige MATT steckt mitten in einer existenziellen Krise. Seine Mütter sind sehr gläubig. Der Pastor der Gemeinde sagt jedoch, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften eine schwere Sünde seien. Der Zwiespalt zwischen dem tiefen Glauben seiner Mütter und der Ablehnung der Lebensweise seiner Familie durch den Pastor lassen Matt alles in Frage stellen. Er muss sich gegen Gott, die Premierministerin und vor allem gegen seine eigenen Mütter behaupten.

Aus der Perspektive der Kinder erzählt, ist ‚Gayby Baby‘ ein lebendiges, bewegendes Portrait gleichgeschlechtlicher Familien, das ein erfrischend offenes Bild zeichnet von dem, was wirklich zählt im Leben.

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Fotos: Noisefilmpr/Rise And Shine Cinema