Donnerstag, 16. Juni 2016, 16:35 Uhr

Zoe Saldana: "Ich soll aufhören, eine schwierige Zicke zu sein"

Zoe Saldana beklagt den Sexismus in Hollywood. Die gebürtige Amerikanerin mit dominikanischen Wurzeln ist für ihre Schönheit und ihr Schauspieltalent bekannt. Nun spricht sie über Sexismus in der Traumfabrik und darüber, warum Talent häufig zweitrangig ist.

Zoe Saldana: "Ich soll aufhören, eine schwierige Zicke zu sein"

Wie sie dem ‚Allure‘-Magazin verriet, sagte ihr ein Produzent einst: „Ich habe dich angeheuert, weil du gut aussiehst, wenn du in Unterwäsche eine Waffe hältst.“ Saldana äußerte sich nicht dazu, um welches Projekt es sich handelte. Sie teilte beim Produktionsstart des Films jedoch Anregungen und Ideen bezüglich ihrer Rolle mit. „Das habe ich gemacht und der Produzent war so genervt, dass er seinen Urlaub unterbrechen musste, um mich anzurufen und mir zu sagen, ich solle aufhören, eine schwierige Zicke zu sein“, erinnerte sich die 37-Jährige. „Ich dachte ‚Wow, es ist real. Es passiert tatsächlich.'“

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Zoe Saldana ist mit dem italienischen Künstler Marco Perego verheiratet und hat zwei 18 Monate alte Zwillinge. Sie musste sich in ihrer Karriere immer wieder Klischees und Kritik von verschiedenen Seiten stellen. Berühmtheit erlangte die Schauspielerin durch ihre Rolle als Uhura im Remake von ‚Star Trek‘ sowie als Neytiri in ‚Avatar‘. Im Jahr 2016 sorgte ihre Rolle als Nina Simone in der Filmbiographie über die Sängerin für Kontroversen, da ihre Haut für die Rolle dunkler gemacht wurde. Sie selbst sagte damals: „Es gibt keinen Ausweg, schwarz zu sein“, sagte sie. „Ich bin auf die Art und Weise schwarz, die ich kenne. Du weißt nicht, wer ich bin. Ich bin schwarz. Ich erziehe schwarze Männer. Glaub bloß nicht, dass du mich anschauen und mit solcher Geringschätzung behandeln kannst.“

Foto: WENN.com