Freitag, 24. Juni 2016, 23:23 Uhr

Lionel Messi: Der zweitbestbezahlte Sportler der Welt wird 29

Lionel Messi will eigentlich immer nur eines: den Ball. Bereits als 13-Jähriger verließ der Argentinier seine Heimat, um in Barcelona der beste Fußballer der Welt zu werden.

Lionel Messi: Der zweitbestbezahlte Sportler der Welt wird 29

Ferien? Nicht für Lionel Messi. Zwar hat der fünfmalige Weltfußballer nichts mit der Europameisterschaft in Frankreich zu tun, aber bei der Copa America Centenario steht der Argentinier, der heute 29 Jahre alt wird, mit seinem Team im Finale, das am Sonntag ausgetragen wird. Mit 4:0 fertigten sie im Copa-Halbfinale die US-Nationalmannschaft von Jürgen Klinsmann ab, ein Tor hat auch Messi beigesteuert. Endlich einmal gute Nachrichten für den argentinischen Superstar, dem momentan der Prozess wegen Verdachts auf Steuerbetrug gemacht wird.

Der Weltfußballer des FC Barcelona hat aber jede Schuld von sich gewiesen. „Ich habe meinem Vater vertraut“, erklärte er vor dem Landgericht in Barcelona. Messi sowie auch seinem Vater und Manager Jorge wird zur Last gelegt, das Finanzamt zwischen 2007 und 2009 um 4,1 Millionen Euro betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft plädiert allerdings dafür, das Verfahren gegen den Profi aus Argentinien einzustellen, weil dieser sich nicht um finanzielle Dinge gekümmert habe. Für den Vater fordert die Anklagebehörde unterdessen eineinhalb Jahre Haft. Entgegen der Forderung der Staatsanwaltschaft fordern die Anwälte des Finanzamts nicht nur für den Vater, sondern auch für den Fußballer Freiheitsentzug von jeweils gut 22 Monaten.

Dabei hat Lionel Messi (auf unserem Foto mit Freundin Antonella Roccuzzo) genug: Hinter Fußball-Star Cristiano Ronaldo von Real Madrid liegt er laut dem Wirtschaftsmagazin ‚Forbes‘ mit einem geschätzten Jahresverdienst von rund 72 Millionen Euro auf Rang zwei der aktuell bestbezahlten Sportler der Welt – noch vor dem Basketball-Star LeBron James.

Vor allem aber hat der nur 1,70m kleine Messi seinen Sport im Blick. Und er ist einer, der nicht verlieren kann. Tut er es, weint er, am liebsten alleine irgendwo in der Kabine. Selbst nach schier unzähligen Erfolgen schmerzen Niederlagen noch immer. Erst recht im Trikot mit den himmelblauen und weißen Streifen. Dem Trikot seines Heimatlandes, in dem ihm lange weniger Anerkennung entgegenschlug als in Europa.

Lionel Messi: Der zweitbestbezahlte Sportler der Welt  wird 29

Dabei war Messis Umzug nach Europa keine Flucht aus Argentinien bzw. aus Rosario. Der Stadt der Fußballer. Der Stadt, aus der unter anderem Ángel di Maria, Ezequiel Lavezzi, Maxi Rodríguez und Ezequiel Garay oder der 78er Weltmeister-Trainer César Luis Menotti kommen. Eine weitere Zukunft hatte Vater Jorge für seinen Sohn bei den Newell’s Old Boys nicht mehr gesehen. Die notwendigen Kosten für die Behandlungen von Messis Wachstumsstörungen konnte die Familie nicht viel länger aufbringen – und der Verein wollte es nicht komplett übernehmen.

Die Zeit, die in Barcelona folgte, wurde für Messi nicht leicht: Sein argentinischer Akzent erschwerte es dem Neuankömmling in Katalonien. Das, was er am besten kann und am liebsten macht, half ihm aber. Messi spielte schon damals, wie er später weltberühmt wurde. Bekam er den Ball, narrt er einen, zwei, drei Gegenspieler und schießt ein Tor.

Lionel Messi: Der zweitbestbezahlte Sportler der Welt  wird 29

Und wenn sich seine Karriere dem Ende zuneigt, dann will Lionel Messi wieder in seine Heimat zurückkehren, die er als 13-Jähriger verlassen hatte. „Ich hatte nie die Chance, Rosario, meine Stadt, und meine Leute dort zu genießen“, sagte er im Interview mit ‚Sports Illustrated‘. (dpa)

Fotos: WENN.com, Sports Illustrated