Freitag, 24. Juni 2016, 19:07 Uhr

Nach Tod von "Sexy Cora": Witwer kassiert richtig ab

Pornodarstellerin „Sexy Cora“ (eigentlich Carolin Wosnitza – auch bekannt von der RTL II-Show ‚Big Brother’) wollte sich im Januar 2011 nur (zum fünften Mal) die Brüste vergrößern lassen. Während der Operation in einer Hamburger Klinik kam es aber zu einem Fehler der Narkoseärztin.

Nach Tod von "Sexy Cora": Witwer kassiert richtig ab

Der hatte Sauerstoffmangel zur Folge und der führte bei dem Pornostar wiederum zu Hirnschäden, an denen die 23-Jährige ein paar Tage später starb. Die an der Operation beteiligte Anästhesistin wurde 2013 wegen fahrlässiger Tötung zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, so dpa. Tim Wosnitza, damaliger Mann und Manager des Pornostars verklagte daraufhin die Klinik und forderte hohen Schadensersatz. Als Manager lebte er von den Einnahmen seiner Gattin, die ihm in den Folgejahren durch ihren Tod „entgangen“ waren. Wie er im März außerdem erklärte, sei er „von Anfang an“ gegen die Brustvergrößerung gewesen. Jetzt das Urteil einer Zivilkammer am Landgericht: Die Klinik sowie die Narkoseärztin müssen dem Witwer einen Betrag zwischen 140.000 und 824.000 Euro zahlen. Darin seien Unterhaltszahlungen, Schmerzensgeld sowie Behandlungs- und Beerdigungskosten enthalten. Für die Jahre 2013 bis 2022 soll der Ex-Gatte von „Sexy Cora“ somit eine monatliche Geldrente von 5733 Euro bekommen, bei der allerdings seine eigenen Einkünfte angerechnet werden. Daher schwanke die genannte Gesamtsumme. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Nach Tod von "Sexy Cora": Witwer kassiert richtig ab

Als Berechnungsgrundlage der Summe soll das Gericht übrigens davon ausgegangen sein, dass eine Pornodarstellerin bis zum 35. Lebensjahr im Gewerbe tätig sein könne. Tim Wosnitza hatte ursprünglich eine Schadensersatzberechnung bis zu einem Alter von 60 Jahren gefordert. Auch so handelt es sich aber bereits um einen äußerst hohen Betrag. Da kann man sich schon einmal fragen, warum man überhaupt noch arbeiten sollte.

Das wäre aber noch einmal genau zu überlegen. Beabsichtigt der damalige Gatte der Pornodarstellerin tatsächlich künftig „auf der faulen Haut zu liegen“, sei das nämlich „treuwidrig“ und würde ihm „um die Ohren gehauen“, so der zuständige Richter. (CS)


Fotos: WENN.com