Sonntag, 26. Juni 2016, 20:13 Uhr

Berlin Fashion Week: Michalsky, Models - und was noch?

In Berlin gibt es diese Woche noch ein anderes Thema als Fußball: Mode. Designer wie Guido Maria Kretschmer und Michael Michalsky sind bei der Fashion Week dabei. Und Schwabens Antwort auf Versace.

Berlin Fashion Week: Michalsky, Models - und was noch?

In Berlin wird sich der Anteil der Schönen und Reichen auf den Straßen wieder deutlich erhöhen: Es ist Fashion Week. Auf den Laufstegen und Messen geht es von Dienstag bis Freitag um die Modetrends für Frühjahr/Sommer 2017. Also auch um Fragen wie: Muss ich meine Röhrenjeans jetzt in den Altkleidersack stecken? Was ist ein „Slipdress“? Und was hat sich Harald Glööckler diesmal einfallen lassen?

Ein Überblick zum Mitreden:

DIE BASICS: Zentrale Veranstaltung ist die Mercedes-Benz Fashion Week. Da der Platz am Brandenburger Tor von der Fußball-Fanmeile besetzt ist, zieht das Mode-Spektakel in ein Eislaufstadion im Stadtteil Wedding und in ein Kunstsammler-Haus in Mitte. Daneben gibt es Shows an anderen Orten, Messen wie die Panorama und die Premium, Partys, Salonrunden und Wettbewerbe für den Modenachwuchs.

Auf der Liste der Designer stehen Namen wie Guido Maria Kretschmer, Michael Sontag, Anja Gockel, Lena Hoschek und Augustin Teboul. Die meisten Termine sind für Fachbesucher, aber es wird auch Mode für jedermann geboten. Und wer sehen möchte, was Blogger und andere Fashionistas diese Saison tragen: Vor dem Eingang zur Modewoche im Wedding dürfte ein guter Platz dafür sein.

DIE HINGUCKER: Harald Glööckler zeigt sich mal wieder als schwäbische Antwort auf Versace und als Cleverle. Der „Kult-Designer“ (O-Ton seiner Agentur) hat für seine Show den Montagabend im luxuriösen Hotel de Rome gebucht. So früh in der Woche ist ihm viel Aufmerksamkeit gewiss. Er will das Märchen „Die zertanzten Schuhe“ inszenieren. Unter den VIP-Models: Giulia Siegel, Schlagersängerin Kristina Bach, Cathy Lugner, DDR-Entertainerin Dagmar Frederic und die ehemalige Dschungelcamp-Finalistin Sarah Knappik.

Ein Kontrast-Programm dürfte der Abend des Online-Händlers Zalando sein, der die Modemesse „Bread & Butter“ übernommen hat und vorstellt, wie es im September mit der Messe weitergeht. Der Coolness-Faktor: vermutlich hoch. Die Mode-Blogger von „Dandy Diary“ (Video oben) sind da. Sie sind für ihre rauschenden Partys bekannt. Als das Duo neulich in Neukölln einen veganen Imbiss eröffnete, war es so voll, dass die Polizei anrückte.

DER INSIDERTIPP: „René Storck und Odeeh sollte man im Blick haben“, sagt Julia Zirpel, Mode-Chefin des Frauenmagazins „Myself“. Dass diese Marken, beide mit Paris-Erfahrungen, jetzt eine Show in Berlin machen, sei ein großer Gewinn. Odeeh wird sich im Rohbau des Berliner Stadtschlosses präsentieren, Storck im Kronprinzenpalais.

Berlin Fashion Week: Michalsky, Models - und was noch?

DER STAMMGAST: Der Designer Michael Michalsky meldet sich am Freitag zum Finale in einer Kirche am Gendarmenmarkt mit seiner „Stylenite“ zurück. Die Musik dazu kommt von Star-Organist Cameron Carpenter. Michalsky feiert zugleich den 10. Geburtstag seines Labels. Fernsehzuschauer kennen ihn als Juror aus ‚Germany’s next Topmodel‘. Kein Wunder also, dass diesmal Gewinnerin Kim Hnizdo bei seiner Show mitläuft.

DIE TRENDS: Was der kommende Sommer bringt, wird die Fashion Week zeigen. Und aktuell? Mode-Expertin Julia Zirpel sagt, eines der wichtigsten Teile sei ein „Slipdress“: ein zartes Kleid aus Satin oder Crèpe mit Spaghettiträgern. Bei Jeans ist längst nicht mehr die Röhre gefragt. Angesagt ist laut Zirpel der „Cropped“-Stil: gerade geschnitten, am besten mit ausgefranstem Saum und maximal knöchellang. Immer noch in sind Blousons und Bomberjacken. Bitte nicht: Hüftjeans oder ein zu tiefes Dekolleté. „Dafür darf man jetzt die Schulter zeigen.“ (Caroline Bock, dpa/KT)

Fotos: WENN.com