Dienstag, 28. Juni 2016, 19:20 Uhr

Justin Timberlake: Shitstorm nach BET Awards

Am Sonntag (26. Juni) fanden die ‚BET Awards’ statt, bei denen farbige Künstler in den Bereichen Musik, Schauspiel und Film für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. ‚Grey’s Anatomy’-Star Jesse Williams (34) wurde dabei der ‚BET Humanitarian Award’ für seinen Einsatz für Rassengerechtigkeit verliehen.

Justin Timberlake: Shitstorm nach BET Awards

Während er seinen Preis entgegennahm, gab er eine leidenschaftliche, inspirierende Rede zu diesem Thema zum Besten und stahl damit allen anderen Künstlern dieses Abends die Show. Schauspieler Samuel L. Jackson (67) erklärte später fasziniert dazu, dass er seit den 60er-Jahren nicht mehr eine solche Rede gehört hätte. Popstar Justin Timberlake (35) saß derweil offenbar daheim vor dem Fernseher und hörte sich den mitreißenden, beeindruckenden Appell von Mister Williams an. Und wie es bei Promis häufig der Fall ist, fühlte er plötzlich den Drang, seinen Senf dazugeben zu müssen. Zunächst retweetete er einen Kommentar von US-Produzent Questlove (45), der forderte, Jesse Williams sollte für den amerikanischen Präsidentenposten kandidieren. Dann drückte er noch einmal seine „Zustimmung“ zur Rede des ‚Grey’s Anatomy’-Stars mit dem Hashtag ,#Inspiriert’ aus. Ein harmloser Kommentar, wie es zunächst scheint, der zahlreiche farbige Twitter-User aber trotzdem „auf die Palme“ brachte.

Viele beschuldigten den ‚Can’t Stop The Feeling’-Sänger nämlich genau der Handlungsweise, die Jesse Williams in seiner Rede so leidenschaftlich angegriffen hatte. Da wurde ihm dann auch vorgeworfen, „schwarze Musik“ zu machen, die häufig von farbigen Künstlern geschrieben und produziert werde aber die Lorbeeren dafür alleine zu kassieren. Zudem würden seine Tanzchoreografien auch von diesen stammen und zu guter Letzt hätte er dann auch noch eine überwiegend aus farbigen Musikern bestehende Band und Dance-Crew.

Weitere User griffen ihn zudem wegen des ‚Nippelgate’-Skandals beim Super Bowl 2004 an, bei dem er sich „gut aus der Affäre“ zog und Popstar Janet Jackson (50) allein den Kopf hinhalten ließ. Bei einem Auftritt der beiden Künstler in der Halbzeitpause wurde damals die rechte Brust der Sängerin entblößt, was zu einem Aufschrei in den USA führte. Auf die Provokation eines Twitter-Users antwortete Mister Timberlake dann schließlich: „Oh du süße Seele. Je mehr du erkennst, dass wir alle gleich sind, je mehr können wir eine Konversation führen. Bye.“ Dieser Kommentar verärgerte manche dann aber erst so richtig, weil sie ihn für „rassisch unsensibel“ hielten. Der Sänger stellte dann auch klar, dass er gemeint habe: „Wir sind alle eins“, was die „menschliche Rasse“ anbetrifft.

Dann entschuldigte er sich schließlich bei allen, die sich beleidigt fühlten mit: „Ich fühle mich missverstanden. Ich habe auf einen spezifischen Tweet geantwortet, der nicht als allgemeine Antwort gedacht war. Ich hätte ohnehin überhaupt nicht antworten sollen…“ Und weiter erklärte er: „Ich entschuldige mich bei jedem, dem mein Kommentar unpassend vorkam. Ich empfinde nur Liebe für euch und für uns alle.“ Ja, heutzutage muss man wohl erst immer zwei Mal überlegen, bevor man unbedacht einen Kommentar im Netz abgibt. Die Gefahr, sofort zur Angriffsfläche zu werden ist groß…(CS)

Foto: WENN.com