Mittwoch, 06. Juli 2016, 15:49 Uhr

Army-Look und Haremshosen bei der Pariser Couture

Bei den Pariser Haute-Couture-Schauen zeichnen sich Army-Look, Haremshosen und Streetwear mit historischen Einschlägen als ein Trend in den Herbst-Winter-Kollektionen ab.

Army-Look und Haremshosen bei der Pariser Couture

Dank einiger Neuzugänge wirkte die von Sonntag bis Mittwoch laufende Traditionsveranstaltung erfrischt – trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen. Auch bei den großen Marken gab es Neuerungen. Giorgio Armani zum Beispiel präsentierte am Dienstagabend die wohl schicksten Hosen dieser Couture-Saison für Herbst/Winter 2016/17: Weite Haremsmodelle aus pechschwarzem Samt mit extrem tief angesetztem Schritt, die tadellos fielen und locker jeden Abendrock ersetzen könnten (Video unten).

Der Italiener kombinierte dazu schmale Oberteile, teils aufwendig bestickt, teils schlicht auf Figur geschnitten. Andere Hosen waren wie Krawatten mit geometrischen Mustern bedruckt, Hahnentritt oder Dreiecke etwa.

Army-Look und Haremshosen bei der Pariser Couture

Tolle Hosen gab es auch bei dem Alexandre Vauthier (Foto unten). Der Franzose plädierte für Army-Modelle in Oliv- oder in Tarnfarben (Foto ganz oben) mit lockerem Bund und schmal zulaufendem Bein, in edler Seide und lässig. Ansonsten schickte er die für ihn typischen superkurzen Röcke über den Laufsteg, aus Nietenbändern gewickelt, außerdem üppige Mäntel und lockere Abendkleider mit nabeltiefem Ausschnitt.

Mix & (Un-)Match hieß es bei Maison Martin Margiela unter Chefdesigner John Galliano am Mittwoch. Fischnetzkleider, Rüschen, rasant gewickelte Stoffbahnen, Offiziersjacken und knallgelbe Anglerstiefel – Historisches vermischte sich mit Streetwear. Geübte Augen erkannten darunter die präzisen Schnitte und gute Verarbeitung. (dpa)

Army-Look und Haremshosen bei der Pariser Couture

Foto: Jeremy Lempin