Donnerstag, 14. Juli 2016, 16:48 Uhr

Pokémon Go: Dieser Spieler lässt sich (fast) erstechen und macht weiter

Der irre Hype um das Handy-Spiel Pokémon Go kennt (noch) kein Ende. Das fast reale Game ist mittlerweile auch in Deutschland offiziell erhältlich. Wie besessen manche Spieler dabei von der Monster-Jagd zwischen virtuellem und realem Leben sind, zeigt dabei die folgende irre Geschichte von Michael Baker (21) aus Forest Grove, Oregon.

Pokémon Go: Dieser Spieler lässt sich (fast) erstechen und macht weiter

Tatsächlich ist die Story dann so absurd und erschreckend zugleich, dass sie schwer zu glauben ist. Einem Bericht des US-Fernsehsenders ‚Fox 12’ zufolge, war der junge Mann am Montag (11. Juli) um 1 Uhr Morgens offenbar fest entschlossen, alle Pokémons zu fangen, die er um die Uhrzeit zu fassen kriegte. Dazu war er in einer Straße in Forest Grove unterwegs, als er auf einen Mann traf. Bei dem Hype, der gerade um das Spiel herrscht, glaubte Baker natürlich, dass auch dieser sich auf Monsterjagd befinde. Auf die Frage des 21-Jährigen, ob er Pokémon Go spiele, antwortete der aber nur: „Was?!“

Baker glaubte jedoch, dass der Mann in ihm einen Konkurrenten des Spiels sah und ihn daher ernsthaft „beseitigen“ wollte.

Es geschah auch wirklich das Unfassbare: Der Fremde kam mit einem Messer auf Baker zu! Dieses benutzte er dann leider auch und stach dem 21-Jährigen in die Schulter. Der Verletzte ging nämlich nicht etwa schnurstracks in ein Krankenhaus, sondern setzte seine Monsterjagd einfach fort! Der Grund: Er wollte bei dem Spiel „der Beste“ sein, wie er verriet. Ganz stolz verkündete er dann auch, dass er dafür „sein Leben riskiert“ hätte. Verrückter geht es wohl kaum! Baker begab sich dann erst am nächsten Tag in eine Klinik, wo seine Schulter mit acht Stichen genäht werden musste.

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So ganz scheint der junge Herr daraus aber nicht wirklich gelernt zu haben. Wie er nämlich erklärte, würde er beim nächsten Mal zwar „vorsichtiger“ sein aber trotzdem seine „Mission verfolgen“, allen Pokémons habhaft zu werden: „Das ist mir wichtig. Im Grunde genommen muss ich sie alle fangen“, so der 21-Jährige. Brennen Young, ein Polizeibeamter aus Missouri, zeigte sich in einem Interview dann auch schockiert über den Kontrollverlust mancher Personen. Er verkündete: „Es ist verrückt. Es ist nur ein Spiel aber es werden deswegen Menschen umgebracht, weil die Leute davon besessen sind und der Beste sein wollen.“ Da fehlen einem wirklich die Worte…(CS)

Foto: Youtube