Freitag, 15. Juli 2016, 12:00 Uhr

Andreas Gabalier: "Keiner traut sich mehr anzuecken"

Andreas Gabalier (31) spricht mal wieder Klartext. „Keiner traut sich mehr anzuecken und eine klare Sprache zu sprechen“, so der 31-Jährige österreichische „Volks Rock’n Roller“ in der neuen Ausgabe des Männermagazins ‚GQ‘.

Andreas Gabalier: "Keiner traut sich mehr anzuecken"

Mit seinen Haltung polarisiert Gabalier. In die Kritik geriet er zuletzt, als er beim „Großen Preis von Österreich“ die alte Version der Bundeshymne sang, welche die Töchter des Landes ausspart. Er sei frauenfeindlich und Sänger des Rechtsruck, so der Vorwurf. „Das war absurd. Aber manchmal wird einem von den Medien das Wort oder eine Aussage in einen fremden Kontext reingelegt“, so der Sänger. „Dem ist man dann ausgeliefert. Generell gilt aber: Ich stehe zu dem, was ich sage.“ Er habe die Hymne gesungen, wie er sie als Kind gelernt habe. „Nur weil eine Frauenministerin geglaubt hat, sie muss das umschreiben, bin ich nicht gezwungen, dem zu folgen. Braun ist man deswegen schon lange nicht.“

Andreas Gabalier: "Keiner traut sich mehr anzuecken"

Zu der Tatsache, das sich offensichtlich auch Anhänger von AfD und Pegida für ihre Musik begeistern, sagte Gabalier: „Ich habe mir, ehrlich gesagt, keine Gedanken dazu gemacht. Wenn jemand etwas in meine Musik hineininterpretiert, das nicht gemeint ist, ist das nicht meine Sache. Es ist jedenfalls nicht meine Absicht, dass er das tut. Auf meinen Konzerten herrscht ein wunderbares Miteinander, da sind alle willkommen, alle feiern harmonisch. Ich habe nicht den Eindruck, dass da Menschen mit negativem Background dabei sind. Welche Großveranstaltung hat das schon? Dass man mich in eine Schublade stecken wollte, in die ich gar nicht gehöre, hat zu großer Solidarisierung geführt. Früher hatte ich mehrheitlich weibliche Fans, durch die Sache haben die Männer wieder aufgeschlossen. Die haben sich gesagt: Der hat Eier, das ist ein echter Typ.“

Fotos: WENN.com