Mittwoch, 20. Juli 2016, 15:27 Uhr

Was macht eigentlich Andreas Kümmert?

Markante Stimme, markante Erscheinung: Andreas Kümmert lebt für die Musik. „Ich will nur singen“, meint der Vollblutmusiker, auch wenn das nicht immer ohne Schmerzen abgeht.

Nun, die Spekulationen sind natürlich müßig, aber der Sänger mit der phänomenalen und unverwechselbaren Stimme, der einen ganz eigenen Kopf hat, macht noch immer das, was er am liebsten macht: auf der Bühne stehen und live singen. Heute feiert Andreas Kümmert seinen 30. Geburtstag – und zwei Tage später steht er mit seiner Band in Wertheim auf der Bühne. Dass der Mann inzwischen eine feste Größe ist, sieht man auch an seiner Verpflichtung für das Zelt-Musik-Festival in Freiburg, bei dem auch solche Hochkaräter wie Wanda, Element of Crime oder Katie Melua auftreten werden.

Am 28. Juli ist dann Andreas Kümmert dran – vielleicht mit einem mulmigen Gefühl, denn Live-Auftritte – so sehr er sie liebt – sind für den Sänger durchaus keine leichte Angelegenheit. „Es ist ein Paradoxon für mich: Ich brauche die Öffentlichkeit – und habe Angst vor ihr“, sagte er dem Magazin ‚Stern‘. „Angststörungen“ seien es damals auch gewesen, warum er den ESC abgelehnt habe.

Andreas Kümmert tritt schon seit Jahren als Berufsmusiker in Bars und kleinen Clubs auf. Sein Stern ging auf, als er als Schützling von Max Herre bei der Castingshow ‚The Voice of Germany‘ der Konkurrenz keine Chance ließ und überlegen gewann. „Ich hoffe, dass ich ein ganzes Leben lang auf Tour gehen und Musik machen kann“, meinte er damals.

Charterfolge hat Andreas Kümmert auch vorzuweisen: Sein Debütalbum ‚Here I Am‘ (2014) stieg direkt auf Platz drei ein. Einflüsse von Kümmerts Vorbildern wie Bob Dylan, Frank Zappa und Jim Morrison sind darauf unverkennbar. (dpa)

Foto: Herbert Neubauer