Donnerstag, 21. Juli 2016, 18:50 Uhr

TV-Tipp: Michael Kessler ist... Gregor Gysi

Erneut taucht Comedian und Schauspieler Michael Kessler (49) in die Vergangenheit und Gegenwart von Prominenten ein, verwandelt sich zu ihrem Abbild und konfrontiert sie schließlich mit ihrem eigenen Spiegelbild.

TV-Tipp: Michael Kessler ist... Gregor Gysi

Kessler hält wieder einer Reihe prominenter Gäste seinen Spiegel vor. In der Auftaktfolge trifft Michael Kessler auf Gregor Gysi. Dunja Hayali, Hugo Egon Balder und Jürgen Drews sind seine weiteren Gäste in dieser zweiten Staffel. Dafür recherchiert er gründlich im Leben des jeweiligen Promis – sichtet private Fotos und Archivmaterial, spricht mit ihm selbst und trifft Angehörige und Freunde. Am Ende seiner Reise verwandelt er sich in seinen Gast – in perfekter Maske, Mimik und Gestik.

Im finalen Interview konfrontiert Kessler sein prominentes Gegenüber immer mit dessen Spiegelbild: Gysi trifft auf Gysi, der „König von Mallorca“ auf den „König von Mallorca“. Nachdem Kessler zuvor den Prominenten interviewte, interviewt der am Ende „sich selbst“. Er stellt sich Fragen, die er sich schon immer stellen wollte – mit ungewissem Ausgang. Denn wenn Kessler als Spiegelbild des Prominenten antwortet, fallen die letzten Masken.

In der ersten Folge der neuen Staffel besucht Michael Kessler Politiker Gregor Gysi. Held, Heuchler, Politclown – selten geht die öffentliche Meinung über einen Politiker so weit auseinander wie bei Gregor Gysi. Der in der DDR aufgewachsene, studierte Rechtsanwalt ist die Galionsfigur der politisch Linken seit der deutschen Wiedervereinigung. Michael Kessler besucht den charismatischen Redner im Bundestag und begibt sich mit Gysis Schwester Gabriele und seiner Schulfreundin Barbara auf eine Reise in die Biografie des Vollblutpolitikers, der eigentlich nie einer werden wollte.

Vier Folgen „Kessler ist…“ werden ab heute immer donnerstags um 23:15 Uhr ausgestrahlt.

TV-Tipp: Michael Kessler ist... Gregor Gysi

Über die Dreharbeiten sagte Kessler in einem aktuellen Interview mit der ‚Südwest Presse‘: „Das ist sowohl für den Prominenten als auch für mich eine extrem aufregende Situation. Ich sitze an diesem Tag vier oder fünf Stunden in der Maske, dann kommt der Prominente in das Loft, wo wir drehen, und wenn ich dann den Raum betrete, sieht er mich das erste Mal. Die meisten lachen erst mal, weil sie natürlich auch aufgeregt sind. Dann gucken sie alle neugierig und mustern mich von oben bis unten – und dann sind sie gespannt, was passiert.“

Die Verwandlung in eine Frau sei „maskentechnisch viel schwieriger herzustellen“, verriet er. Auch weil die männliche Stimme viel tiefer sei. „Es ist ein sehr schmaler Grat zur Travestie, ich will ja nicht dass es wirkt wie in „Charleys Tante“, da muss man höllisch aufpassen.“

Fotos: ZDF/Mike Christian