Samstag, 23. Juli 2016, 10:26 Uhr

750.000 zum Berliner CSD erwartet: Hohe Sicherheitsmaßnahmen

Ungeachtet des Anschlags in München soll der Christopher-Street-Day heute in Berlin gefeiert werden. „Die Sicherheitsmaßnahmen sind auf einem hohen Niveau“, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.

Ob das Konzept mit Blick auf die Ereignisse in Bayern verändert wurde, wollte sie nicht sagen. „Das wäre kontraproduktiv.“ Auch zur Anzahl der Polizisten machte die Sprecherin keine Angaben.

„Danke für nix“ – unter diesem putzigen Motto ziehen am Samstag (12.30 Uhr) die Teilnehmer des 38. Berliner Christopher-Street-Days durch Berlin. Die Organisatoren rechnen mit rund 750.000 Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung aus aller Welt, die für ihre Rechte und Forderungen einstehen wollen. Der Demonstrationszug mit 21 Fußgruppen und 51 Wagen von 43 Vereinen zieht nach der Eröffnung durch Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor.

Erstmals mit dabei sind auch Wagen der Kommune Mexiko-Stadt sowie der Gruppe schwul-lesbischer Angehöriger des Auswärtigen Amts.

Um 16.30 Uhr beginnt am Brandenburger Tor die Abschlusskundgebung mit prominent besetztem Unterhaltungsprogramm. Auf der Bühne werden unter anderem der ehemalige ‚Caught in the Act‘-Sänger Benjamin Boyce und die Berliner Gruppe ‚Culcha Candela‚ auftreten. (dpa/KT)

Foto: Paul Zinken/dpa