Mittwoch, 27. Juli 2016, 19:53 Uhr

Michael Mittermeier: Verbalkeule gegen Mario Barth

Mario Barth hat eine Verbalklatsche von Michael Mittermeier erhalten. Barth wollte eigentlich in einem Facebook-Post seine Unsicherheit zum Ausdruck bringen, denn er frage sich ob der aktuellen Lage, wie er seine Gefühle ausdrücken soll, ohne ein ‚Hetzer‘, ein ‚Angstverbreiter‘, ein ‚Natzi‘, ein ‚Publizist‘ oder ein ‚Idiot‘ zu sein (Alle Fehler im Original).

Michael Mittermeier: Verbalkeule gegen Mario Barth

Damit bediente er sich nach Ansicht nicht weniger Zeitgenossen allerdings dem Tenor der ‚AfD‘, was bei vielen Usern für Empörung sorgte. Mittermeier reagierte nun ein paar Tage später darauf und schrieb: „Ich teile mit Euch diesen Post von Mario Barth, weil er gut zur Diskussion ‚Wo sind die Grenzen in der Comedy?‘ passt. Nämlich für mich hier! Danke, dass sich Mario selbstlos zur Verfügung stellt. Wie dieser Post geschrieben ist, gespickt mit Best-Of-Besorgte-Bürger-Floskeln, das nennt man Fan-Fischen am billigen Rand. Damit ist er in einer romantischen Linie mit Horst Seehofer: ‚Es soll keinen Komiker rechts von mir geben.'“

Weiter schreibt er: „Janz wichtig: Ich sage damit nicht, dass Mario Barth ein „Natzi“ ist, was immer das sein soll -scheinbar was schlimmes. Auch bezeichne ich Menschen, die sich Sorgen um Deutschland machen, nicht als ‚Publizisten‘ – denn nicht alle sollten Artikel zu diesem Thema schreiben, das wären wohl zu viele. Und dann wäre ich selbst ein Populist gegen potentielle Lügenpresse-Herausgeber. Ein ‚Idiot‘ ist Mario Barth sicher auch nicht, weil er genau weiß was er mit dem Ganzen tut. Wer angeblich sprachlos und kein ‚Angstverbreiter‘ ist, der sollte dann aber auch nicht mit einem Post Ängste schüren, verkleidet als Verunsicherungs-Mitgefühlsnummer. Dabei noch den ’sympathischen‘ Innenminister Thomas de Maizière zu zitieren mit ‚er sagt so etwas wie ‚alles soweit in Ordnung bla bla‘ (wann soll er das denn gesagt haben?) – das ist nur billige Stimmungsmache.“

Mittermeier hat für seinen Kollegen lediglich einen Rat: „Wenn aber Mario Vorschläge hat, wie man das besser machen kann, dann schön, ansonsten wäre es wohl sinnvoller dem eigenen Fan-T-Shirt-Motto zu folgen: ‚Janz wichtig! Fresse halten angesagt.‘ Lieber Mario, hier geht es nicht um eine Autobahnbrücke bei der Steuergelder verschwendet wurden. Hier geht es um den Zusammenhalt und das Weiterbestehen unserer Gesellschaft mit Besonnenheit und Würde. Die Basis eines guten Comedians ist Haltung! Einen nebulösen Populismus sollten wir lieber der Gegenseite überlassen.

Foto: WENN.com