Dienstag, 02. August 2016, 9:14 Uhr

Jan Josef Liefers hasst "Dirndlgesang"

Jan Josef Liefers ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und auch als Musiker mit eigener Band gut im Geschäft. Dennoch hätte es für ihn durchaus berufliche Alternativen gegeben.

Jan Josef Liefers hasst "Dirndlgesang"

„Ich wäre ein passabler Arzt geworden. Schon vor der Rolle des Professors Boerne im ‚Tatort‘ habe ich mich für den menschlichen Körper interessiert“, sagt Liefers im Interview mit dem Frauenmagazin’Emotion‘ (ab morgen im Handel).

Auch Musik spielte in seinem Leben immer eine wichtige Rolle. Zu seiner eigenen Verwunderung gehören viele Ostbands zu seinem Jugend-Soundtrack – „obwohl ich davon kein expliziter Fan war“, so der 52-Jährige und ergänzt: „Ex-DDR-Songs kann ich, nach fast dreißig Jahren, noch immer auswendig. Das erstaunt mich immer wieder.“

Musik hat für den Wahl-Berliner auch viel mit Stimmung zu tun: „Ich benutze Musik wie Möbel. Beides muss kuschelig sein, bequem, nicht zu hart. Zum Lesen setze ich mich auch nur ungern auf eine Holzbank. Unser Alltag ist ja oft hart genug.“ Seine Musiksammlung beschreibt Liefers als „ziemlich wirr“ – und hat sogar einen Beleg dafür: „Ich musste mal mit Smudo die iPods tauschen und wir sollten anhand der Playlisten erraten, wem der andere wohl gehört. Er vermutete anhand meiner Musikauswahl, ich sei eine alleinstehende, kinderlose Frau.“

Obwohl sich der Musiker offen für verschiedene Stile gibt, steht auf seiner No-Go-Liste „Dirndlgesang“ ganz oben – und meint ganz klar Volksmusik. Auch die Musik seiner beiden jüngsten Töchter ist „Lichtjahre von meinem Musikgeschmack entfernt“, sagt der vierfache Vater. „Ich bemühe mich trotzdem ihren Sachen gegenüber cool zu sein, höre mir geduldig ihre Playlisten auf Spotify an.“

Foto: WENN.com/Ralf Succo