Dienstag, 02. August 2016, 19:10 Uhr

Neues Video, neues Album: Rummelsnuff meldet sich zurück!

Der September-Anfang gehört einem der wohl gewichtigsten Originale, das (Ost-)Berlin so zu bieten hat: Kraftpaket Rummelsnuff veröffentlicht am 2. September Sein neues Album „Rummelsnuff & Asbach“.

Neues Video, neues Album: Rummelsnuff meldet sich zurück!

Auch dieses Mal wieder Seite an Seite dabei: Maat Asbach, langjähriger Kumpane, ausgebildeter Tenorbariton und Sprößling einer etablierten Schnapsbrenner-Dynastie. Als Türsteher ist er nicht nur in der Berliner Nachtszene eine Legende und hat als singender Elektro-Rock-Käptn Kultstatus erlangt – auch wenn er das selbst nicht gerne hört, weil er entgegen seinem Namen Rummel um seine Person so gar nicht mag. Den Feuilletons dieser Nation ist sein spezieller Charme, der ein bisschen an 50ties Sailor-Romantik, ein wenig an Ost-Berlin und ein Stück weit an Kunst gewordene Realität erinnert, schon oft ein Thema gewesen.

Und sogar auf der Berliner Fashion Week ist das eigenwillige Kraftpaket schon ein Thema gewesen – für den umstrittenen Münchner Designer Patrick Mohr. Für ihn fand sich Rummelsnuff kurzerhand in dessen neuer „Human“-Kollektion wieder, die den Menschen als das was er ist in den Fokus rücken möchte.

Nun wirft Rummelsnuff, der Kapitän unter den Pumpern, die Maschinen wieder an. Auf seinem neuen Album hievt er nicht nur seinen langjährigen Mitstreiter, Maat Asbach, endlich gleichberechtigt auf die Titelseite, er liefert auch sein bis dato vielschichtigstes Werk ab.

Das fünfte Album von Deutschlands melodischstem Kraftpaket ist da! Kenner des muskelbepackten Donnerbolzens wissen, dass man es bei Rummelsnuffs musikalischer Denkfabrik schon seit einiger Zeit mit einem echten Superheldenteam zu tun hat, so versteht es sich fast von selbst, dass dem nun auch im Titel gebührend Rechnung getragen werden muss. Käpt’n Rummelsnuff und Maat Asbach, das dynamische Duo der derben Strommusik, erzählen von der Last der Schwerarbeit („Treidler“, „Straßenbau“), Menschliche Zuchtviecher werden mit „Harzer Käse“ gefüttert und mit „Stille im Maschinenraum“ wird behutsam das Thema Tod besungen.

Neues Video, neues Album: Rummelsnuff meldet sich zurück!

Gutgelaunt, wortkarg und ungewohnt funky tanzt Doktor Rummel mit seinem inneren Gegenspieler, dem Anarchisten Mister Snuff. Auf „Rummelsnuff & Asbach“ ist kein Lied stilistisch wie das vorherige und dennoch tragen alle unverkennbar Rummelsnuffs Markenzeichen.

Elektropunk und große Melodien, Folk, Disco, Seemanns-Weisen – alles ist erlaubt: Rummelsnuff, der alte Pumper mit den rostigen Hanteln, und Asbach, Tenorbariton und Sproß einer großen Schnapsbrennerdynastie, nähern sich mit diesem Album ein weiteres Stück der Perfektion… und halten dennoch immer wohltuend Abstand zu ihr.

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