Mittwoch, 03. August 2016, 13:14 Uhr

Anton Yelchin: Rückruf kurz nach seinem Tod

Anton Yelchins Wagen wurde eine Woche nach seinem Tod zurückgerufen. Der Schauspieler starb im Juni im Alter von nur 27 Jahren bei einem Autounfall vor seinem Haus in Los Angeles.

Anton Yelchin: Rückruf kurz nach seinem Tod

Sein ‚Jeep Grand Cherokee‘ drückte ihn beim Rückwärtsrollen gegen einen Sicherheitszaun. Nun verklagen – wie berichtet – Yelchins Eltern ‚Fiat Chrysler‘, den Hersteller des Wagens. Dieser hatte das Gefährt erst eine Woche nach dem Tod des Schauspielers zurückgerufen. „Er [Anton] ließ seinen Wagen stehen und war auf dem Weg hinaus, als er dachte, das Gefährt sei in Parkposition“, erklärte Gary Dodick, der Anwalt von Yelchins Eltern, in einem offiziellen Statement. „Der Sicherheitsrückruf des Wagens ist viel zu wenig und viel zu spät gewesen. Sie hätten dieses Gerät nie benutzen sollen.“

Der Autohersteller rief die Baureihe des Wagens nach einem früher in diesem Jahr gefundenen Bericht freiwillig zurück. Demnach machte es das Design der Gangschaltung schwer zu sagen, in welchem Gang sich das Fahrzeug befindet. Deshalb ließen einige Fahrer ihre Autos unabsichtlich in neutraler Position, obwohl sie dachten, zu parken.

Yelchins Eltern wollen mit ihrer Klage ‚Fiat Chrysler‘ nicht nur für den Tod ihres Sohnes zur Verantwortung ziehen, sondern auch andere Familien vor einem ähnlichen Schicksal bewahren. „Mit unglaublicher Trauer sind wir hierhergekommen, um andere Familien vor der gleichen Tragödie zu bewahren. Anton war unser einziger Sohn – ein unglaublicher Mensch. Es ist gegen die Natur, wenn Eltern ihr eigenes Kind begraben müssen“, erklärte sein Vater Victor Yelchin. In einer Stellungnahme von ‚Fiat Chrysler‘ hieß es am vergangenen Dienstag (02. August): „FCA US LLC erweitert seine Anteilnahme für den tragischen Verlust der Familie Yelchin. Die Firma wurde nicht verklagt und kann zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben. (…) FCA US bittet Verbraucher, den Anweisungen in ihren Handbüchern und den verschickten Informationsschreiben zum Rückruf dringend zu folgen.

Foto: Guillermo Proano/WENN.com