Mittwoch, 10. August 2016, 8:56 Uhr

Meryl Streep: "Es war sehr einfach, schlecht zu singen"

Meryl Streep war erstaunt, wie leicht es ist, schlecht zu singen. Die 67-jährige Schauspielerin spielt die Hauptrolle in einem Film über die Opernsängerin Florence Foster Jenkins, geradezu legendär für ihre mit größter Hingabe vorgetragenen schiefen Töne.

Meryl Streep: "Es war sehr einfach, schlecht zu singen"

Nun verrät sie, dass die Dreharbeiten „Riesenspaß“ gemacht haben. In der US-amerikanischen TV-Sendung ‚Good Morning America‘ verriet Streep: „Es war überraschend einfach, schlecht zu singen…ganz schön traurig. Es hat Riesenspaß gemacht, sie war sehr speziell in der Art wie sie sang. Sie war eine Frau, die Musik liebte und dem Sinfonieorchester und allen möglichen anderen musikalischen Institutionen sehr viel Geld spendete.“

Und obwohl Miss Streep gemeinhin als die beste Schauspielerin ihrer Generation gilt, sprach auch sie kürzlich über Existenzängste und gab zu, bei jedem Film gefürchtet zu haben, es könne ihr letzter sein.

Meryl Streep: "Es war sehr einfach, schlecht zu singen"

Sie erklärte dazu: „Wenn man Glück hat, kann man weiter arbeiten. Aber jeder hat schlechte und unglückliche Zeiten – jeder einzelne Mensch. Ich erinnere mich daran, als ich so um die 40 war, dachte ich jeder Film würde mein letzter sein, ehrlich. Und all die Beispiele anderer 40-jähriger Frauen in dieser Zeit – das war vor 27 Jahren – brachten dich dazu, zu glauben, dass es vorbei war. Auf eine bestimmte Weise hat man keine Wahl – man ist unglücklich, wenn man nichts tut, also ist man irgendwie dazu genötigt.“ Der Film startet in den Deutschland am 24. November.

Fotos: Constantin