Samstag, 13. August 2016, 10:57 Uhr

Buhrufe für Prinz Frédéric von Anhalt in der NDR-Talkshow

Prinz Frédéric von Anhalt polterte in der üblichen lauten Art und Weise gestern Abend in der NDR-Talkshow, wo er u.a. eine neue ARD-Dokumentation über ihn bewerben wollte.

Buhrufe für Prinz Frédéric von Anhalt in der NDR-Talkshow

Für Buhrufe sorgte der Gatte von Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor (99), als er wild gestulierend für den umstrittenen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump eintrat. Der 72-Jährige sagte u.a. er „kämpfe für Trump“: „Trump wird Präsident! Die Leute müssen sich dran gewöhnen, der Triumph wird Präsident! Wir brauchen einen cleveren Geschäftsmann, der keinen Krieg macht, wir brauchen jemanden der Deals macht, der verhandelt. Wir haben tatsächlich Weicheier in Washington. Da wird nicht mehr gedealt. (…) Wir brauchen einen Außenseiter, der Geschäfte macht.“ Einmal in Fahrt fügte von Anhalt hinzu: „Die Chinesen nehmen uns alles ab! Wir müssen die Chinesen stoppen und sagen ‚Hey bleibt draußen, geht weg! Geht zurück nach China!“  Hier geht’s zum Mitschnitt.

Am 17. August um 22:45 Uhr wird in der ARD eine Dokumentation mit dem Titel „Prinz Hollywood – Frederic von Anhalt“ ausgestrahlt.

Buhrufe für Prinz Frédéric von Anhalt in der NDR-Talkshow

„Ich wollte mir einen echten Hollywood-Star angeln“, mit dieser Absicht machte sich Prinz Frederic vor mehr als 30 Jahren auf den Weg nach Amerika. Heute lebt der „Prinz, Proll und Krankenpfleger“ (Jargon ‚Die Welt‘) seinen Traum im feinen Bel Air, in einem Anwesen, das immer noch der Geist des alten Hollywood umweht und in dem u.a. Elvis Presley lebte. Frederic von Anhalt sucht immer wieder das grelle Scheinwerferlicht. Was aber viele nicht wissen: Nacht für Nacht pflegt er seine schwerkranke Frau Zsa Zsa Gabor und dreht sie alle zwei Stunden.

Hans-Robert Lichtenberg, so sein gebürtiger Name, musste als eines von fünf Kindern einer Familie aus Wallhausen im Hunsrück mit anpacken: Um 4 Uhr morgens aufstehen, los auf den familieneigenen Weinberg, um pünktlich um 7 Uhr zum Gottesdienst in der Kirche zu sein. Doch er will viel mehr und erreicht es auch: Als geschäftstüchtiger junger Mann eröffnet er eine Sauna-Kette, kommt zu Geld und macht sich auf den Weg in die Münchner Schickeria.

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Durch den Titelverkäufer Consul Weyer verschafft er sich einen neuen Namen und einen Adelstitel. Hans-Robert Lichtenberg heißt ab sofort Frederic von Anhalt. Das klingt nach was, damit kann man auch in Amerika Karriere machen. In einem Land, in dem Royals, die man selbst nicht hat, verehrt werden. Genau diesen Plan verfolgt der neue Prinz und schafft es schneller, als er sich das je hat träumen lassen. Kaum in Amerika angekommen, trifft er Zsa Zsa Gabor, beginnt eine Beziehung mit ihr, heiratet sie schließlich.

Doch der falsche Prinz (unten mit Hollywoodstar Julianne Moore), ist selbst immer gut für eine Schlagzeile, ob es um seine adoptierten Kinder geht, um Scheidung, um Affären, Pinkelszenen – er liebt das Scheinwerferlicht, mag es noch so grell sein.

Buhrufe für Prinz Frédéric von Anhalt in der NDR-Talkshow

Fotos: SWR/Nicola Graef