Dienstag, 16. August 2016, 9:02 Uhr

Claude-Oliver Rudolph ätzt gegen Schweiger und Schweighöfer

Claude-Oliver Rudolph zieht über deutsche Filme her. Der Schauspieler will im Rahmen seiner Sendung ‚Clash‘ beim kremltreuen russischen Hardcore-Propagandasender RT erklären „Warum der deutsche Film so beschissen ist“.

Claude-Oliver Rudolph ätzt gegen Schweiger und Schweighöfer

Im Gespräch mit der Zeitung ‚Express‘ verriet er aber schon seine Antwort: „Alle kreativen und guten Filmemacher wurden in der grausamen NS-Zeit vertrieben und haben dann in den USA Fuß gefasst. Die gute Grundlage war dadurch also weg.“ Während in Hollywood also die kulturell gebildeten und kreativen Köpfe Deutschlands ihre Filme drehen, bleibt für die Heimat des 59-Jährigen nur „eine Sülze, wie sie Til Schweiger und Matthias Schweighöfer machen.“

Der Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor, der sich gerne hinter seiner rabenschwarzen Sonnenbrille versteckt, erklärte weiter: „Das ist aber auch klar, weil einfach so viele unterschiedliche Richtungen in der deutschen Filmförderung dabei sind, dass man sich dann nur auf den kleinsten gemeinsamen Vielfachen einigen kann. Echte Filmkunst wie von den USA von Guy Ritchie oder Quentin Tarantino wird es in Deutschland einfach nicht geben können!“

Der ‚Das Boot‘-Darsteller kann auch genau den Zeitpunkt festlegen, ab welchem es mit den deutschen Filmen bergab ging: „Der letzte wirklich gute Film aus Deutschland war ‚Das Boot‘ – und das ist ja nun auch schon über 30 Jahre her.“ In dem hatte er ja 1981 auch selbst mitgewirkt.

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Genau darum findet der gebürtige Frankfurter auch, dass es eine super Idee sei, aus dem Kult-Streifen eine Serie zu machen. „Das finde ich eine sehr, sehr gute Idee, dass man das macht. Der Stoff gibt es in jedem Fall her“, verkündete er. „Ich hoffe, dass man sich nicht für irgendein Weichei entscheidet und die richtigen Leute mit ins Boot holt.“

Foto: WENN.com