Montag, 22. August 2016, 16:50 Uhr

Daniele Negroni: Madonna, ein Album und eine Fernbeziehung

Am Samstag stieg in Groß-Gerau das Summer Open Air des Kinderhospiz und viele Stars waren mir dabei, um die Einrichtung zu unterstützen. Daniele Negroni präsentierte auf der Bühne auch seinen neuen Song „Just be me“.

Daniele Negroni: Madonna, ein Album und eine Fernbeziehung

Im Gespräch mit klatsch-tratsch.de-Reporterin Tari sprach der verliebte Daniele über seine Freundin, seine Berufsausbildung und seine kommenden Musikprojekte. Unter anderem wird er das Kinderhospiz mit einer Single zu Weihnachten unterstützen:

Wir haben uns länger nicht mehr gesehen.
Mir geht es gut, die Musik ist für mich gerade das Non-plus-Ultra. Ich arbeite gerade an neuen Tracks.

Auch musikalisch wurde es in letzter Zeit etwas ruhiger.
Ich singe heute meine neue Single „Just be me“. Der Song ist sehr smooth und relaxed. Es gibt wenig Gesang in der Hook, aber es bleibt im Ohr. Ich habe noch ein super cooles Trompetensolo einbauen lassen und für mich ist der Song eine Ohrwurmgarantie. Ich bin froh diesen Song singen zu dürfen, denn ich habe ihn mit einem Produzenten aufgenommen, den ein ehemaliger „DSDS“-Kandidat wahrscheinlich sonst nicht an Land gezogen hätte. Der Produzent hat unter anderen mit Madonna gearbeitet. Es war eher Zufall, er hatte mit meinem Management schon einmal zusammengearbeitet und er hatte noch den Song „Just be me“ in der Schublade. Ich habe den Song dann gehört und dachte mir, dieser Song kann einfach nicht liegen bleiben.

Kann man deine kommenden Songs mit den vorherigen musikalisch vergleichen?
Meine vorherigen Songs gingen ja schon in die Richtung Funk und Pop, jetzt habe ich versucht, einfach etwas erwachsener zu werden. Ich bin vor kurzem 21 geworden und ich denke mir, ich muss auch mit der Musik mitwachsen, so wie es ein Justin Bieber macht. Bei ihm merkt man, er geht mit der Zeit und er weiß einfach, was gerade gut geht. Ich möchte es richtig machen und will, dass die Leute denken, okay der hat sich weiterentwickelt. Ich möchte nicht immer auf demselben Stand bleiben.

Wie sieht es mit einem Studioalbum aus, dein letztes liegt drei Jahre zurück!
Natürlich ist auch ein Album geplant, ich muss aber noch überlegen wie ich das am besten anstelle. Es sind noch nicht alle Songs fertig und ich mache ja nun auch nebenbei noch eine Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann. Das Album soll aber dieses Jahr noch kommen, das habe ich meinen Fans versprochen. Ich kann nur kein Datum nennen. Für das Kinderhospiz werde ich noch einen Song veröffentlichen, der kommt dann kurz vor Weihnachten und eine Tour wird es dann im nächsten Jahr geben. Ich muss erst einmal schauen, wie ich das alles unter einen Hut bekomme, schließlich beginnt nächste Woche auch die Berufsschule für mich. Das ist alles neu für mich!

Du machst neben der Musik noch eine Ausbildung, wie kam es denn dazu?
Der Vater von meinem kleinen Halbbruder hat eine Firma und ich hatte ihn schon vor einigen Jahren gefragt, wenn was frei wird, soll er mir Bescheid geben. Egal ob Musik machen oder nicht, eine Ausbildung braucht jeder in der Tasche, das ist sehr sehr wichtig. Und wer weiß, vielleicht kann man sich damit auch ein zweites Standbein aufbauen. Auf Arbeit verstehen sie es, dass ich Shows nebenbei habe, die Chefs sind da sehr offen und kulant. Ich darf auch mal früher gehen. Ich habe immer gesagt, ich möchte irgendwann eine Ausbildung machen und jetzt war der Zeitpunkt da. Natürlich wird die Musik immer im Vordergrund bleiben.

Auf Instagram sieht man auch, du bist schwer verliebt, wie hast du deine Freundin kennengelernt?
Meine Freundin und ich haben uns bei einem Konzert von mir kennengelernt. Sie stand in der ersten Reihe und hat mich gefeiert. Ich habe sie gesehen, sie ist mir aufgefallen und sie gefragt wie es dazu kommt, dass sie zu meiner Show kam, denn sie war einfach anders als die anderen Fans. Dann habe ich sie gefragt, ob wir mal etwas essen gehen wollen und so kam das dann zustande.

Für viele Künstler wäre es undenkbar etwas mit einem Fan einzugehen…
Für mich ist das kein No-Go, schließlich ist jeder Mensch gleich. Natürlich hatte ich am Anfang Bedenken, schließlich war sie ein Fan und ich wusste nicht, ob ich das wirklich machen soll. Sie ist mittlerweile natürlich mehr, als nur ein Fan. Sie nimmt mich so wie ich bin, ist sehr ehrlich zu mir und sagt mir, wenn ihr etwas nicht passt. Sie weiß das ich meinen Weg gehe und bei meinem Beruf auch Fotos mit weiblichen Fans machen muss, das ist für sie kein Problem.

Du bist als Musiker viel unterwegs, wie oft könnt ihr euch sehen?
Sie wohnt in Wien, wir führen also sozusagen eine Fernbeziehung. Jetzt haben wir uns z.B. vier Wochen gar nicht gesehen und das ist natürlich manchmal schwierig. Ich bin durch die Ausbildung auch unter der Woche sehr gebunden und meine Freundin macht ihr Realpraktikum gerade fertig, denn sie will ihr Matura machen. Wir wissen worauf wir uns da eingelassen haben und es hat bis jetzt sehr gut funktioniert und warum sollte es nicht auch weiterhin so gut klappen.

Wollt ihr bald zusammenziehen und auch eine Zukunft gemeinsam aufbauen?
Ich bin nicht der Planer, ich lasse das Leben auf mich zukommen. Wenn es passiert, dann passiert es. Ich bin aber guter Dinge, dass wir irgendwann sagen können, die drei Jahre Ausbildung haben wir zusammen gut gemeistert. Ich bin aber sowieso nicht der Typ, der nach drei Wochen direkt zusammenzieht. Man muss schließlich auch schauen, wo sich jeder hinentwickelt. Mir ist es auch total wichtig, dass sie auch ihren eigenen Weg geht, egal ob sie eine Ausbildung macht oder studiert.

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com