Dienstag, 23. August 2016, 10:10 Uhr

Gina-Lisa Lohfink wegen ihres Aussehens verurteilt?

Gina-Lisa Lohfink glaubt, sie wurde wegen ihres Aussehens schuldig gesprochen. Die 29-Jährige wurde gestern wegen Falschaussage zu 20 000 Euro verurteilt. Wie schon vorher angekündigt, will ihr Verteidiger Burkhard Benecken in Berufung gehen, um das Urteil anzufechten.

 Gina-Lisa Lohfink wegen ihres Aussehens verurteilt?

Staatsanwältin Corinna Gögge begründete laut ‚Bild‘-Zeitung: „Frau Lohfink ist nicht Opfer einer Sexualstraftat geworden. Sie hat gelogen und Ermittler bewusst in die Irre geführt.“ Die Geschichte um eine Vergewaltigung durch Pardis F. und Sebastian Castillo Pinto sei nur „konstruiert“ gewesen, damit sie nach dem Auftauchen der Handyaufnahmen ihren Ruf schützen konnte.

Gegenüber ‚RTL‘ erklärte das Model nun: „Irgendwie hatte ich das Gefühl schon vorher, dass ich verurteilt werde. Wäre es wenigstens Aussage gegen Aussage gewesen, aber ich wurde verurteilt, weil ich aussehe wie ich aussehe.“

 Gina-Lisa Lohfink wegen ihres Aussehens verurteilt?

Schon vor Gericht rechtfertigte sie sich, dass sie keinesfalls beabsichtigt hatte, ihre Karriere mit dem Verfahren anzukurbeln: „Ich bin garantiert nicht hier, um berühmt zu werden. Das war ich ja schon. Wenn ich Presse haben will, dann gute! Was die zwei Männer mit mir gemacht haben, werde ich immer in mir tragen. Diese Wunden habe ich mein Leben lang.“ Die Strafe will sie nicht zahlen: „Ich weiß, dass die Konsequenz Gefängnis ist, aber das ist mir in dem Moment egal. Auch wenn sich die beiden darüber freuen, es macht mir nichts aus.“ Ihr Verteidiger sprach von einem „Skandal“.

Die, die die im Netz kursierenden Videoaausschnitte gesehen haben, sehen das dann doch – wie das Gericht auch – etwas anders… Bei SAT.1 nahm das Model heute Morgen Stellung zu dem Urteil, beteuerte ihre Unschuld und kündigt an, dass sie in Berufung gehen wird.


Fotos: Jörg Carstensen/dpa picture alliance, AEDT/WENN.com