Donnerstag, 25. August 2016, 17:23 Uhr

Filmkritik "Die Unfassbaren 2": Nicht zauberhaft, aber absurd

Ab heute laufen „Die Unfassbaren 2“ in den deutschen Kinos. Eigentlich eine Superstar-Besetzung, doch der Zauber konnte uns auch beim besten Willen nicht überzegen.

Filmkritik "Die Unfassbaren 2": Nicht zauberhaft, aber absurd

Mit dem Charme von Versicherungsangestellten agiert in dem magiereichen Blockbuster ein toller Cast in – ja was eigentlich? „Die Unfassbaren 2“ vertrauen nicht auf eine Story, sondern auf Tri-Tra-Tralala-Tricks. Sorry, so sieht Coolness einfach nicht aus. Technischer Schnickschnack bis zum Abwinken, ein rasender Score, dass man Herzrhythmusstörungen im Kinosessel kriegt, aber Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf.

Auch Sympathiepunkte gibt es an keine Filmfigur zu verteilen, so grandios die Schauspieler auch unterwegs sind, es bleibt öde Effekthascherei. Mehr noch, man möchte ausrufen: Was hätte man mit einem so tollen Cast alles machen können! Michael Caine (83, „Little Voice“, „Teufels Werk und Gottes Beitrag“) und Morgan Freeman (79, „Sieben“, „Denn zum Küssen sind sie da“) könnte man ja grundsätzlich bei allem zusehen, was sie so darstellen – aber auch sie können „Die Unfassbaren 2“ nicht retten.

Was für eine Verschwendung, wenn jetzt die Hauptdarsteller heruntergerappelt werden: Mark Ruffalo (48, „Spotlight“, „Foxcatcher“, „In the Cut“), Daniel Radcliffe, Woody Harrelson, Jesse Eisenberg und die charismatische Lizzy Caplan (34, „True Blood, Staffel 1“) – dieses Wahnsinnsaufgebot ist aus künstlerischer Sicht für das Windei „Die Unfassbaren 2″mit nichts, als einer fetten Gage, zu rechtfertigen.

Die „Vier Reiter“ überlisten in „Die unfassbaren 2“ natürlich wieder das saudämliche FBI. Die Truppe sind die – aus welchem Grund auch immer – die Lieblinge der Menscheit, die mit ihrer magischen Vorstellung einen fetten Stein im Brett aller Herzen haben.

Filmkritik "Die Unfassbaren 2": Nicht zauberhaft, aber absurd

Die Zauberer J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Merritt McKinney (Woody Harrelson), Jack Wilder (Dave Franco) und neu die Augenweide Lula (Lizzy Caplan) treten auf die Bühne und führen hochtechnischen Krempel vor, der die Glaubwürdigkeit einer echten schwebenden Jungfrau hat. Mit einem Trick wollen sie die fragwürdigen Praktiken eines Technik-Magnaten aufdecken. Der Dumme vom Dienst ist Walter Mabry (Daniel Radcliffe), der glaubt, sich als „Bastard“ bewähren zu müssen. Muss erwähnt werden, wie der Hokuspokus ausgeht? Das FBI hat sicher dringenderes zu tun, als Zaubereren auf die Konfetti-Spur zu kommen.

Fazit: Wer ein Fan ist, der wird wohl hingehen müssen. Allen anderen empfehle ich einen der Filme anzusehen, die in den Klammern aufgeführt sind. (Katrin Wessel)

Filmkritik "Die Unfassbaren 2": Nicht zauberhaft, aber absurd

Fotos: Concorde