Sonntag, 28. August 2016, 19:26 Uhr

Neuer Tatort "HAL": Verbeugung vor Stanley Kubrick

Im heutigen ‚Tatort‘ geht es um die Abgründe der digitalen Technik. Wie zuverlässig sind die Indizien, denen die beiden Tatort-Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz bei ihren aktuellen Ermittlungen nachgehen?

Neuer Tatort "HAL": Verbeugung vor Stanley Kubrick

Im Fall der ermordeten Elena Stemmle haben sie es mit einer Fülle digitaler Spuren zu tun. Doch der Hauptverdächtige David Bogmann (Ken Duken) behauptet, dass das von ihm entwickelte intelligente Computerprogramm Bluesky der Polizei absichtlich falsche Spuren unterschiebt …

Die Möglichkeiten von Big Data und intelligenten Programmen, die Fragen nach dem Subjekt von Überwachung und nach der Manipulation von Daten bilden den Hintergrund für den „Tatort – HAL“, der heute 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Autor und Regisseur Niki Stein wirft mit seinem Film einen Blick in die nahe Zukunft und inszenierte seine Geschichte mit großer Lust an Filmzitaten und Anspielungen.

Richy Müller und Felix Klare, Ken Duken und Karoline Eichhorn spielen die Hauptrollen in dem Tatort aus Stuttgart, Kameramann Stefan Sommer und Digital Designer Martin Winkler sorgten für die für den ‚Tatort‘ eher ungewöhnliche Bildästhetik.

Der Titel des neuen ‚Tatorts‘ erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Dazu erklärte der Autor und Regisseur: „Der Titel ist, wie auch mehrere kleine Bildzitate im Film, eine Verbeugung vor dem großen Stanley Kubrick, der ja schon vor fast 50 Jahren in ‚2001: Odyssee im Weltraum‘ den Konflikt Mensch – Computer erzählt hat. Sein Computer hieß HAL (abgeleitet von IBM – jeweils der Buchstabe davor).“

Neuer Tatort "HAL": Verbeugung vor Stanley Kubrick

Übrigens: Hauptdarsteller Felix Klare (37, Foto mit rechts) ist privat meistens offline. „Ich habe kein Smartphone – noch nie besessen. Ich habe auch keine Facebook-Seite. Ich habe übrigens auch keinen Fernseher, sondern nur ein Laptop, um meine E-Mails zu checken“, sagte der Darsteller des Stuttgarter ‚Tatort‘-Kommissars Sebastian Bootz der ‚Stuttgarter Zeitung‘ und den ‚Stuttgarter Nachrichten‘.

„Ich bin kein Technikfreak.“ Er sei immer erst mal skeptisch, gerade wenn alle die neueste Technik bejubelten. „Ich schaue mir Dinge lieber zweimal an.“ Es gebe viel technische Überwachung. „Das Internet ist auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen.“ (KT/dpa)

Neuer Tatort "HAL": Verbeugung vor Stanley Kubrick

Fotos: SWR