Montag, 29. August 2016, 11:49 Uhr

Warum ist Star-Koch Steffen Henssler eigentlich so beliebt?

Mit seiner locker-witzigen Art, dem strahlenden Lächeln und dem Aussehen eines Surferboys hat es Steffen Henssler in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten TV-Köche Deutschlands gebracht.

Warum ist Star-Koch Steffen Henssler eigentlich so beliebt?

In seiner erst kürzlich ausgestrahlten Sommer-Special-Show zu Grill den Henssler bewies er erneut, dass er für jede Spontaneität zu haben ist. Auf seinen Vorschlag hin durfte der Gewinner des Desserts den Verlierer in den See rollen. Die Zuschauer erfreute vor allem, dass der freche Steffen Henssler am Ende im Wasser landete. Eine Spurensuche seines Erfolges.

Seinen Erfolg als Koch hat der 43-Jährige vor allem dem Glück zu verdanken. Während man heutzutage ganz bequem Lotto im Internet bei Tipp24 spielen kann, ging Steffen Henssler als Mittzwanziger an eine Lottostelle und tippte – zwar nicht sechs, dafür jedoch genau so viele Richtige, dass er am Ende 44.000 DM gewann. Mit dem Geld machte er sich im Jahr 1999 nach Los Angeles auf, wo er sich seinen Traum erfüllte und eine Lehre als Sushi-Meister absolvierte. Diese schloss er mit der Bestnote ab, kehrte Amerika knapp zwei Jahre später wieder den Rücken und eröffnete mit seinem Vater 2001 das Restaurant Henssler & Henssler sowie acht Jahre später das japanische Sushirestaurant ONO by Steffen Henssler in Hamburg.

2004 hatte er seinen ersten Fernsehauftritt im NDR. Zwei Jahre später folgte auf dem gleichen Sender seine eigene TV-Show namens Hensslers Küche – nicht minder unterstützt durch seine Popularität während einiger Gastauftritte in Johannes B. Kerners Sendung Kerners Köche seit 2005. Was ihn bis 2016 ganze vier laufende TV-Shows beschert hat, ist nicht nur sein Talent als Koch, sondern sein auf manche übertrieben wirkendes Selbstbewusstsein sowie seine große Offenheit für Neues. Als er in seiner Sendung Henssler hinter Gittern den Mörder Van Hiep V. kochen ließ, der an einem siebenfachen Mord in einem China-Restaurant in der niedersächsischen Kleinstadt Sittensen beteiligt gewesen war, tobte das LKA vor Wut. Doch Kritik steckt er nicht einfach ein, sondern teilt auch neue aus. So zum Beispiel 2013, als sein Restaurant ‚Henssler & Henssler‘ aufs Neue im Gault Millau kritisiert wurde. Das Buch, in dem er unter anderem als „Muster-Prolet“ bezeichnet wurde, nannte er öffentlich ein „Schmierheft“.

Nicht selten kokettiert der gebürtige Hamburger auch mit seinen weiblichen Showgästen und ist sich selbst dabei für nichts zu schade. So kam es in der ‚Küchenschlacht‘ bereits häufiger zu Kleidungstauschaktionen, in denen meist der Koch kläglich verlor und vor laufender Kamera seinen durchaus durchtrainierten Body zur Show stellen durfte.

Der Selbstinszenierer Henssler weiß einfach, wie es geht. So ist die Chemie mit Grill den Henssler-Moderatorin Ruth Moschner während der Show stets so gut, dass das Gerücht aufkam, die beiden hätten sich auch privat auf etwas eingelassen. Schlagfertig wie er ist, antwortete Henssler darauf angesprochen mit „Wer weiß, wer weiß …“; dann spielte er darauf an, dass er kein Single sei, und meinte schließlich doch, er sei mit Ruth Moschner zusammen. Diese ist nach offiziellen Angaben jedoch seit mehr als 10 Jahren anderweitig in festen Händen. Ein kluger Schachzug vom zweifachen Vater Henssler. Dass er gerade in einer festen Beziehung ist und zwei Töchter von zwei verschiedenen Frauen hat, mit denen er nicht mehr zusammen ist, wissen die wenigsten seiner weiblichen Fans. „Ich habe ein Bindungsproblem … nach ein paar Jahren erledigen sich die Beziehungen“, erklärte er bunte.de im Oktober 2015. Ehrlich ist der kaum in die Jahre gekommene Sunnyboy also auch noch. Köstlich! (KTAD)

Foto: RTL/Guido Engels