Dienstag, 30. August 2016, 18:33 Uhr

Die Höhle der Löwen: Die hier wollen heute fette Beute machen

Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer schauen sich heute Abend in ‚Die Höhle der Löwen‘  sehr genau an, wer von den Nachwuchs-Unternehmern diesmal das große Geld von ihnen will.

Die Höhle der Löwen: Die hier wollen heute fette Beute machen

Es geht durchaus auch mal um Millionen und in der neuen Staffel um so viele Deals wie nie zuvor. Wir stellen die Anwärter der zweiten Show vor, die um 20.15 Uhr bei VOX startet.

Blufixx:
Zusammenhalt ist für den Kölner Dinko Jurcevic (40) besonders wichtig – denn er verdient seinen Lebensunterhalt mit einzigartigen Klebestiften. Sein vorheriger Job als Zahntechniker inspirierte ihn bereits 2009 zu seiner Geschäftsidee „Blufixx“: Ähnlich wie bei der Herstellung von Zahnkronen oder Füllungen entwickelte er einen Klebstoff und die dazugehörigen Stifte mit LED-Licht, die den Kleber direkt aushärten. Das verhindert die Verformung empfindlicher Konstrukte beim Aushärtungsprozess. Außerdem ist das Material in verschiedenen Farben erhältlich. Seine „Blufixx“-Stifte sind deshalb nicht nur beim Modellbau sehr gefragt, sondern auch perfekt für andere Reparaturen geeignet – die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten sind dabei enorm.

Dinko Jurcevic hält bereits mehrere Patente an dem Produkt und verkauft es in zahlreichen Baumarktketten im europäischen Raum sowie z.B. in den USA und Kanada – produziert wird nach hohen Qualitätsstandards in Deutschland. Bleibt Dinko Jurcevics „Blufixx“ in den Köpfen der Investoren haften und werden sie ihm die verlangten 200.000 Euro für 10 Prozent am Unternehmen geben?

Die Höhle der Löwen: Die hier wollen heute fette Beute machen

Grillido:
Manuel Stöffler (28) und Michael Ziegler (28) kennen sich seit Kindertagen. Neben ihrer Leidenschaft für den Sport teilen die beiden auch eine Vorliebe für das Grillen – kein Wunder, stammen doch beide aus schwäbischen Metzgerfamilien. Das einzige, was ihnen dabei bislang fehlte: Eine gesunde, eiweißhaltige Wurst aus hochwertigem Fleisch und mit geringem Fettanteil. Mit Grillido soll sich das ändern. Denn ihre Grillwurst enthält nur 5 Prozent Fett, schmeckt aber genauso saftig und lecker wie eine herkömmliche Grillwurst mit 30 bis 40 Prozent Fettanteil und ist dabei eine echte Proteinbombe. Für die Vegetarier gibt es außerdem eine fleischlose Variante. Um das Produkt groß raus zu bringen, fehlt den Schwaben allerdings noch Kapital.

In der „Höhle der Löwen“ erhoffen sie sich 100.000 Euro für ihr noch junges Unternehmen. Dafür bieten sie fünf Prozent Firmenanteile. Wird einer der „Löwen“ bei diesem Angebot zubeißen?

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Foreverly:
Mit ihrem Start-up Foreverly wollen Jennifer Browarczyk (37) und ihr Team die Hochzeitsplanung vereinfachen. Dass hier großer Bedarf besteht, liegt auf der Hand – etwa 400.000 Hochzeiten werden jährlich in Deutschland gefeiert. Und dass die Planung nicht gerade einfach ist, hat Jennifer bereits bei ihren beiden Schwestern miterlebt. Im Sommer 2013 entstand so die Idee zu einer Internetplattform, auf der Brautpaare zum Beispiel Floristen, Konditoren oder Fotografen für ihren großen Tag finden können. Gegen Gebühr können die Dienstleister auf Foreverly inserieren. Aber noch wirft das Unternehmen nicht viel ab, die Kosten für das Personal hingegen sind hoch. Um das Start-up langfristig profitabel zu machen, benötigt die Berlinerin 150.000 Euro.

Im Gegenzug bietet sie fünf Prozent ihrer Firmenanteile. Aber reicht den „Löwen“ dieser kleine Bissen am Unternehmen?

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Twin Bottle:
Die eineiigen Zwillingsbrüder Denis und Matthieu Kanzler (28) gehen zuversichtlich in „Die Höhle der Löwen“. Sie sind sicher: „Wir haben ein top Produkt!“ Mit Twin Bottle haben die angehenden Lehrer die erste sichere Trinkflasche aus Glas entwickelt. „Aus Kunststofflaschen lösen sich giftige Chemikalien, die sich mit dem Getränk vermischen“, erklärt Denis. „Für Getränke eignet sich eine Glasflasche am besten. Die zerbricht allerdings leicht und ist für Kinder deswegen ungeeignet.“ Die Lösung: eine speziell umhüllte und deswegen unzerbrechliche Trinkflasche aus Glas.

Um ihre Twin Bottle ins Leben zu rufen, benötigen die Brüder die stolze Summe von 620.000 Euro. Dafür bieten sie den Löwen 50 Prozent ihres noch zu gründenden Unternehmens. Wird einer der „Löwen“ auf den Deal eingehen?

Die Höhle der Löwen: Die hier wollen heute fette Beute machen

Kale & Me:
Die Idee zu ihrem Unternehmen entstand in Kapstadt, wo sich Annemarie Heyl (29) und Konstantin Timm (25) während eines Auslandssemesters kennenlernten. Eine Saftkur aus kaltgepressten Säften begeisterte die beiden Studenten so sehr, dass sie entschieden: „Wenn es das noch nicht in Deutschland gibt, produzieren wir es eben selbst.“ Gemeinsam mit David Vinnitski (24) gründeten sie im Februar 2015 Kale & Me. Ihre Obst- und Gemüsesäfte werden aus regionalen Produkten schonend kalt gepresst, sodass Vitamine und Nährstoffe vollkommen erhalten bleiben. Bislang bieten die drei Jungunternehmer ihre Produkte ausschließlich Online und über ausgewählte Premiumpartner an, doch ihr „Saftladen“ soll wachsen. Dafür benötigen die Hamburger 200.000 Euro und bieten den „Löwen“ acht Prozent ihres Unternehmens. Können die drei Gründer einen Deal an Land ziehen?

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Abfluss-Fee:
Mit seiner Erfindung kann er Wasserschäden in Millionenhöhe verhindern – da ist sich Karl-Heinz Bilz (60) sicher. Seit mehr als 40 Jahren arbeitet der Sanitär- und Heizungsmeister in seinem Beruf. In seiner Freizeit widmet sich der passionierte Tüftler der Lösung von Alltagsproblemen und hält bereits mehrere Patente. Mit der „Abfluss-Fee“ hat der Vater von fünf Kindern einen Abflussstopfen entwickelt, der Verschmutzungen und Verstopfungen durch Seifenreste oder Haare vorbeugt, die Bildung von Schimmel verhindert und so den Einsatz von aggressiven Rohrreinigern unnötig macht. In seine Erfindung hat der 60-Jährige bereits viel investiert, doch es fehlt noch am nötigen Startkapital. Neben dem Know-how der „Löwen“ erhofft sich Karl-Heinz deswegen auch eine Finanzspritze von 250.000 Euro von ihnen und bietet im Austausch 25 Prozent seines Unternehmens. Wird einer der „Löwen“ in die Abfluss-Fee investieren?

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Fotos: VOX, VOX/ Bernd-Michael Maurer