Donnerstag, 01. September 2016, 0:01 Uhr

Natascha Ochsenknecht wird Moderatorin

Mit 52 Jahren startet Ex-Model Natascha Ochsenknecht bald eine neue Karriere beim Verkaufssender „Channel 21“, dem drittgrößten Shoppingkanal hierzulande. Im Interview mit dem Sender spricht die dreifache Mutter und Designerin über ihre neue Herausforderung, ihre neue Kollektion, ihre 16-jährige Tochter und ihre große Liebe zu Freund Umut …

Natascha Ochsenknecht wird Moderatorin

Ochsenknecht (52) wird Ende des Jahres an mehreren Tagen Monat live vor der Kamera stehen und ihre eigens designten T-Shirts, Cardigans, Tops und Schals ihre neue Fashion-Kollektion „BILDSCHÖN by Natascha Ochsenknecht“ präsentieren.

Frau Ochsenknecht, jetzt Mode in einem Verkaufssender, mit Ihnen als Moderatorin …
Ja, jetzt kommt etwas ganz Neues auf mich zu, nämlich dass ich meine Designs zum ersten Mal bei einem Verkaufssender präsentiere, und ich das Ganze live bei „CHANNEL 21“ moderiere – das wird spannend.

Haben Sie schon Erfahrung im Verkaufsfernsehen?
Kameraerfahrung habe ich ja nun schon jede Menge, aber durch eine ganze Sendung zu führen und meine Kollektion zu verkaufen, das ist neu für mich. Aber das wird schon, denn ich bin ja bekannt dafür, dass ich um kein Wort verlegen bin, ich bin ja eine kleine Schnatterliese und komme auch mal ohne Punkt und Komma aus.

Was wird das für eine Kollektion?
Vorerst werde ich Shirts verkaufen. Der Name „BILDSCHÖN by Natascha Ochsenknecht“ entstand durch meine Bilder und natürlich weil alles wirklich schön geworden ist. Ich fotografiere mit meinem iphone und die Bilder werden dann die Motive für die Kollektion.

Natascha Ochsenknecht wird Moderatorin

Sind die Motive alle mit persönlichen Erfahrungen verknüpft?
Ochsenknecht: Die Fotografien entstehen oft ganz spontan: So bemerkte ich z.B. dass mein Schmuck in der Sonne besonders schön funkelte. Also legte ich viel davon auf meinen Sonnen-Balkon und fotografierte es durch. Daraus ist dann mein erstes Tuch entstanden. Weihnachten war ich mit meiner Tochter in London und überall war es bunt dekoriert. Plötzlich fing es an zu regnen und die Lichter reflektierten auf der Straße. Ich habe den schönsten Moment mit meinem iphone eingefangen. Mein iphone ist mein Glücks-, Moment-, Traum- und damit Motiv-Fänger.

Inwiefern hat ihre Tochter Sie mit den Shirts beraten, Inspiration gegeben – ist sie Ihre härteste Kritikerin und sagt auch mal „Mama, das ist ja cool“, oder „Mama, das geht ja gar nicht, das ist ja heftig-schrecklich“ …?
Meine Kinder werden überall einbezogen, denn sie sind sehr ehrlich zu mir. Sie sind meine schärfsten Kritiker, und ich lege Wert auf ihre Meinung. Bis jetzt hatte ich meist Glück und sie fanden meine Sachen gut. Natürlich haben Jungs manchmal einen anderen Blick auf Mode als Mädchen, und Jimmi hat ja auch schon seit einigen Jahren seine eigene Kollektion …

Wann kommt die erste Mutter-Tochter-Kollektion?
Bei uns macht jeder bisher sein eigenes Ding, und das ist auch gut so. Allerdings sind wir auch immer für eine Überraschung gut – es ist also nicht ausgeschlossen für die Zukunft.


Kontrollieren Sie wie sich Ihre 16-jährige Tochter Cheyenne im Netz präsentiert?
Nicht nur ich sondern auch Cheyennes Brüder kontrollieren. Die sind zum Teil sehr viel strenger als ich – die Arme. Aber mittlerweile ist es ok – sie hat aus ihren Fehlern gelernt.

Haben Sie noch ausreichend Einfluss auf Ihre Tochter – oder werden die Diskussionen länger und lauter?
Bei uns wird über alles gesprochen und gesunde Diskussionen sind wichtig um sich weiter entwickeln zu können. Es wandelt sich langsam vom Verbot hin zur Beratung meinerseits. Cheyenne ist schon echt erwachsen und vernünftig geworden.

Wie sieht so ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?
Mein Tag beginnt um 7 Uhr. Gassi mit Cupcake (3, Maltipoo). Dann Kaffee im Bett oder auf dem Balkon. Dabei kümmere ich mich um meine Social-Media-Accounts, meine Mails und mache die Post. Danach wird die erste Waschmaschine angeschmissen. Zum Frühstück gibt es Haferflocken mit Sojamilch und einen Apfel und ab in meine Berliner „LuxusLashes Lounge“. Dort verbringe ich den ganzen Tag, es sei denn, ich drehe oder habe irgendwo einen Job. Putzen mache ich auch selber und backe da auch mal einen Kuchen. Nach Ladenschluss, 19.30 Uhr, gehe ich einkaufen und Zuhause wird dann gekocht. Nach dem Essen gönne ich mir eine kurze Pause und dann liegt noch Homeoffice an. Dann werte ich auch meine Bilder aus, die ich an dem Tag gemacht habe. Da kann natürlich immer ein Motiv für meine Kollektion dabei sein. Mein Tag endet gegen Mitternacht. Wenn ich dann mit T-Shirt und Boxershort im Bett liege, lese ich noch meinen Krimi (derzeit den Thriller „Die Seele des Mörders“, von John Douglas & Mark Olshaker). Zwischen 0.30 Uhr und 1 Uhr mache ich dann das Licht aus.

Was sagt Ihr Freund Umut zu Ihrer Kollektion, trägt er auch eines Ihrer T-Shirts?
Umut findet meine Kollektion bildschön. Aber da ich erstmal nur Shirts für Frauen habe trägt er natürlich keins. Aber meine Tücher tragen auch Männer sehr gerne.

Sie produzieren in der Türkei. Waren sie auch schon vor Ort, um die Produktionsstätten zu besichtigen?
Ich hab vorher in Italien produziert, und die Türkei ist neu für mich. Durch die politischen Umstände in der Türkei, war ich noch nicht dort. Die Produzenten sind für unsere Meetings nach Deutschland gekommen. Ich hoffe aber, dass sich die Lage dort entspannt, und ich bald hinreisen kann.

Reden Sie beide über die Entwicklungen in der Türkei, was fühlt er dabei?
Wir finden es beide traurig was gerade in der Türkei passiert, es ist nicht sehr gesund, und ich hoffe das die Menschen dort mal aufwachen. Ein so tolles, schönes Land mit wahnsinnig netten Menschen zerstört sich gerade leider selber.

Fotos: Channel 21, AEDT/WENN.com