Samstag, 03. September 2016, 19:11 Uhr

Roman Lob über den neuen Super-Job im Friedrichstadt-Palast

Um Roman Lob, den ehemaligen Eurovision Song Contest Teilnehmer, ist es in den letzten Jahren etwas ruhig geworden. Bis jetzt! Der Sänger ist zurück und zwar nicht mit neuer Musik, sondern mit einem super Engagement am Berliner Friedrichstadt Palast.

Roman Lob über den neuen Super-Job im Friedrichstadt-Palast

Bei „The One Grand Show“ wird Roman in Zukunft als Solist auftreten. Neben Roman werden mehr als 100 weitere Künstler aus 26 Nationen auf der Bühne stehen. klatsch-tratsch.de traf den 26-jährigen zum Interview, der uns von der 11-Millionen-Euro Produktion erzählt:

Um dich war es ruhig geworden, hast du dir bewusst eine Auszeit genommen?
Ich habe tatsächlich wenig Mediensachen gemacht. Ich war einfach nur mit Band unterwegs und im Studio. Habe aber viel live gespielt und hier und da mal im Radio oder Fernsehen gewesen, aber nur kleinere Sachen.

Dein letztes Album liegt nun auch zwei Jahre zurück, wird denn da auch etwas Neues von dir kommen?
Das neue Album ist fast fertig. Jetzt kam aber das Engagement vom Friedrichstadt Palast, das Album ist nicht auf Eis gelegt, ich arbeite dennoch weiter daran. Natürlich nicht mehr so intensiv, wie in den letzten paar Monaten. Ich schreibe viel mit Thomas D und Seven zusammen. Und ich hoffe, dass es nächstes Jahr, irgendwann im Februar, wenn wir die ersten Betriebsferien haben, in Produktion gehen wird.

Kannst du schon verraten in welche Richtung das dritte Album gehen würde?
Also es ist nicht vergleichbar mit den vorherigen. Das erste Album war sehr viel Pop, davon bin ich ja nun schon lange weg. Das nächste Album wird rockiger, viel mit E-Gitarre und Singer-Songwriter Style wie James Bay. Es ist rougher wie die anderen Alben.

Kommen wir zu „The One“, wie bist du eigentlich zu diesem Engagement gekommen?
Ich habe eine ganz normale Anfrage bekommen, ob ich nicht zum Casting in den Friedrichstadt Palast kommen möchte. Habe erst einmal gedacht, was wollen die eigentlich von mir? Ich habe schließlich noch nie Theater gespielt. Habe mir dann aber gedacht, ich probiere es einfach. Bin hingefahren, habe vorgesungen und es ist sehr positiv ausgegangen und nun stehe ich hier.

Kannst du schon ein bisschen über die Show und deine Rolle erzählen?
Ich spiele quasi ein wenig mich selbst. Meine Art von Typ, etwas zurückhaltender und schüchtern. Der ist auf einer Party und verfällt in einen Tagtraum. Auf dieser Party weiß der junge Mann nicht so wirklich ob er da hingehört und was er dort eigentlich macht. In seinem Tagtraum erlebt er dann wie es in einem alten Theater abläuft und trifft auf die Theaterdirektion. Es ist eine 2,5 stündige Show.

Roman Lob über den neuen Super-Job im Friedrichstadt-Palast

Du bist für die Show nach Berlin gezogen, wie sieht zur Zeit dein Alltag aus, steckst du noch in den Proben?
Genau, ich bin vor zwei Wochen nach Berlin gezogen. Habe aber schon im Mai und Juni geprobt und bin immer von Köln hier hergeflogen. Ansonsten stecken wir in den Proben, ich habe Gesangs- und Tanztraining. Wir gehen das Schauspielerische durch, es gibt jeden Tag genug zu tun. Es ist echt eine Menge Arbeit, aber es macht sehr viel Spaß. Ich habe es mir schon sehr cool vorgestellt, aber wie cool es wirklich ist, habe ich in den ersten Tagen bemerkt.

Das du singen kannst wissen wir ja, wie sah es mit dem Tanzen und Schauspielern aus?
Das war am Anfang etwas schwierig. Jetzt fühle ich mich aber sehr wohl dabei. Ich bekomme von den anderen Tänzern gezeigt, was bei mir vielleicht noch etwas komisch aussieht. Denn wenn man soetwas noch nie gemacht hat, ist alles neu für mich. Ich habe vorher nie getanzt, im Club bin ich mehr der Typ, der an der Bar steht. Ich habe höchstens Mal geschnipst…

Du stehst sonst als Sänger auf der Bühne, was würdest du sagen ist nun zur Show „The One“ der größte Unterschied?
Hier ist nun alles getimet. Es muss alles sitzen, es ist alles festgelegt vom ersten bis zum letzten Schritt. Man muss sich strikt ans Drehbuch halten! Aber ich bekomme das ganz gut hin.

Roman Lob über den neuen Super-Job im Friedrichstadt-Palast

Was beeindruckt dich an der Show am Meisten?
Die Größe! Die Art und Weise wie es gemacht ist, einfach alles eigentlich! Die Story ist cool und ich glaube es ist eine geile Show. Das darf man sich nicht entgehen lassen.

War es eigentlich schon immer ein Wunsch von dir, auch auf der Theaterbühne zu stehen?
Es war nie ein Traum von mir. Aber allein die Chance zu bekommen auf dieser großen Bühne zu stehen, ist natürlich cool. Also von mir aus kann es ein paar Jahre so weitergehen.

Das Zwei-Jahres Engagement bedeutet nun auch, dass du die nächsten Jahre finanziell abgesichert bist oder?
Kann man so sagen, klar es ist eine Festanstellung. Ich konnte mich vorher in der Selbstständigkeit aber auch nicht beschweren. Ich konnte auch von meiner Musik leben. Aber klar, nun bin ich monatlich abgesichert!

Hast du Angst das man dich nun als ewigen Musicaldarsteller abstempelt?
Es ist ja kein Musical, es ist Theater! Wenn man in 20 Jahren immer noch schreibt, Roman Lob ist der, der zwei Jahre eine Show im Friedrichstadt Palast gespielt hat, gäbe es trotzdem Schlimmeres.

Du wohnst nun in Berlin, wie gefällt es dir?
Ich komme vom Land, von einem Dorf mit 300 Leuten. Habe dann in Köln gewohnt. Man muss sich erst einmal an Berlin gewöhnen, aber es ist echt cool. Ich bin gemeinsam mit meiner Frau hierhergezogen und wir Leben uns gerade ein. Wir kennen auch viele Leute in Berlin. Ich finde es kulinarisch hier auch sehr geil. Es gibt überall geile Burgerläden.

Du hast vor kurzem geheiratet, wie sieht es mit Familienplanung aus?
In Planung ist das schon, nur wann das kann ich noch nicht sagen. Ich habe jetzt sowieso erst einmal viel zu tun.

Fotos: klatsch-tratsch.de, Friedrichstadt-Palast