Montag, 05. September 2016, 16:40 Uhr

Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

Neues von Mallorca-Jens! Heute Abend gibt es eine weitere Folge von ‚Goodbye Deutschland‘ (ab 20.15 Uhr bei VOX), in der es u.a. auch ausführlich um Jens Büchner, seine Freundin Daniela Karabas und die Geburt der gemeinsamen Zwillinge geht.

Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

klatsch-tratsch.de hat mit Daniela geplaudert und einiges Erstaunliches herausgefunden. Nicht nur über den Göttergatten, sondern den noch nicht stattgefundenen Heiratsantrag und die neue Finca…

Daniela, wie geht es Dir heute, drei Monate nach der dramatischen Geburt?
Mir geht’s soweit ganz gut. Natürlich – der Schlafmangel macht mir zu schaffen, denn die Zwillinge machen die Nacht zum Tag. Aber alles in allem bin ich einfach erleichtert und es geht mir gut.

Euer Kleiner lag drei Tage im Koma, die Zwillinge hätten beide angeblich in Lebensgefahr geschwebt. Was ist da passiert?
Na, „Lebensgefahr“ ist vielleicht auch etwas zu weit ausgeholt… Die Babies kamen 7 Wochen zu früh, da besteht einfach eine natürliche Lebensgefahr für die Kleinen. Bei einem normalen Baby ist es ja so, dass der Herzmuskel sofort geschlossen ist – bei meinen Kleinen war das nicht der Fall. Deshalb mussten ihnen Medikamente verabreicht werden. Und als die nicht halfen, mussten die beiden für 3 Tage ins Koma versetzt werden… Sowas habe ich noch nie erlebt! Ich habe viel geweint, viel gezittert und wenn ich so zurückschaue, habe ich das alles gar nicht bewusst wahrgenommen. Man funktioniert in solchen Situationen einfach.

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Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

Der Alltag mit fünf Kindern inklusive der beiden Wonneproppen ist mit Sicherheit nicht einfach. Wie teilt ihr den Alltag heute in Eurer Familie auf?
Zum Glück ist es ja im Moment so, dass noch Ferien sind. Das heißt, die Großen können uns unterstützen und das machen sie auch an guten Tagen. Klar, Teenager können auch mal Monster sein, aber wir unterstützen uns alle gegenseitig. Gerade Fläschchen geben und Windeln wechseln – das machen sie oft. Manchmal ermöglichen sie uns auch, dass wir Essen gehen können oder einen Abend für uns haben. Für die restliche Zeit habe ich ja noch meinen neuen besten Freund: den Concealer.

Findet ihr bei Euren Eltern Rückhalt?
Nein, leider nicht. Ich habe mittlerweile gar keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Sie wollte uns ja eigentlich in dieser Zeit unterstützen, doch das ist kräftig nach hinten losgegangen. Ich bin sehr traurig, dass wir bisher keine Karte bekommen haben und keinen Glückwunsch. Zu Jens‘ Eltern haben wir dafür regelmäßig Kontakt und sie freuen sich sehr.

Im Prinzip muss Jens doch sieben Leute ernähren, was ja mit Auftritten in Kneipen sicher nicht ganz einfach ist. Hinzu kommen Jens’ Unterhaltsverpflichtungen für seine anderen drei Kinder und steuerliche Verpflichtungen, die das Einkommen, nun ja, schnell wieder schmälern. Die Leute fragen sich: Wie bitte wollt Ihr das wuppen? Das reicht doch hinten und vorne nicht.
So richtig verstehe ich die Frage nicht – schließlich sind zwei der Kinder bereits erwachsen und berufstätig, wir haben also für die beiden auch keine Unterhaltspflichten mehr. Leon bekommt noch regelmäßig Unterhaltszahlungen und meine beiden Kinder erhalten Halbwaisen- und Erziehungsgeld. Die Versorgung der Kinder ist also gewissermaßen geschützt. Natürlich tragen Jens und ich vieles gemeinsam und Jens ist eine großartige Unterstützung, aber es ist mir wichtig, dass das Verhältnis nicht nur einseitig belastet wird. Wir geben uns einfach gegenseitig Rückhalt.

Wer unterstützt Euch noch?
Niemand. Die Kinder sind unsere Unterstützung, jemand außenstehenden haben wir da nicht. Anfangs kam ab und zu eine Kinderkrankenschwester zu uns, denn es gibt hier keine Hebammen wie in Deutschland, die die Nachsorge betreuen, aber diese Besuche werden nun auch mehr und mehr reduziert.

Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

Was sind derzeit für Dich die schönsten Momente?
Der schönste Moment ist für mich, wenn ich in den Kinderwagen schaue und bei mir denke „Gott, was haben wir bis jetzt schon alles zusammen geschafft“. Dann lächle ich meine Zwillinge an und – sie lächeln zurück

Woran verzweifelst du derzeit am meisten?
Am Schlafmangel. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre an Jens‘ Stelle – er kann immer mal ausbrechen, wenn er unterwegs ist und im Hotel schläft.

Was sagen die Leute zu Dir, wenn sie Dir auf der Straße begegnen?
Ehrlich gesagt werde ich noch sehr selten angesprochen. Wenn überhaupt, dann von Frauen, die es toll und mutig finden, was wir leisten. Sie sagen mir dann meistens, dass wir uns nicht unterkriegen lassen sollen. Insgesamt bekomme ich hauptsächlich positiven Zuspruch, vor allem auch immer wieder nach der Ausstrahlung der Sendungen.

Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

In den neuen Folgen von ‚Goodbye Deutschland‘, die die Zeit um die Geburt Eurer Zwillinge dokumentieren, bist Du oft gereizt. Was hat dich an Jens da am meisten genervt?
Atmen. Er hat nur geatmet, da war ich schon gereizt. Das tut mir im Nachhinein so furchtbar leid, aber es gab zu der Zeit einfach viel Streit auch hinter der Kamera. Dann brauchte er manchmal nur ins Zimmer kommen und ich war schon genervt. Wenn ich es jetzt so sehe, tut es mir einfach nur leid. Vielleicht tragen die Hormone in der Situation auch ihren Teil bei.

Wirst Du Dir wieder einen Job suchen?
Irgendwann bestimmt, aber momentan ist mein Job Mama-sein. Und das ist ein Vollzeitjob, da kann ich keinen zusätzlichen Druck brauchen. Abgesehen davon will ich die Zeit mit meinen Kindern genießen, gerade die ersten Monate, denn diese Zeit gibt einem keiner wieder.

Wann zieht ihr in die neue Finca? Was wird dann anders sein?
Mitte September wollen wir ins neue Haus ziehen. Dort haben wir dann sowas wie einen Garten und eine große Terrasse. Außerdem werde ich mich dort sicherer fühlen, denn keiner kann mehr vor den Fenstern stehen und reinschauen. Keiner mehr, der Sonntag-Morgen hier klingelt – es ist unvorstellbar, was hier teilweise los ist. Dann können wir uns endlich mehr draußen aufhalten und unbeschwerter bewegen. Die neue Villa wollen wir auch nicht ganz so öffentlich präsentieren, denn die jetzige Situation ist sehr schwierig, man fühlt sich permanent beobachtet.

Interview: So geht es Jens Büchner und Daniela Karabas heute

Fehlt ja nur noch eine Hochzeit fürs perfekte Glück?
Ja! Nur dafür braucht es einen Antrag. Ich bin da sehr altmodisch. So wie es gerade ist, sollte es aber nicht bleiben, denn die Zwillinge heißen mit Nachnamen Büchner, so würde ich natürlich auch gerne bald heißen. Soll heißen, ich warte förmlich nur auf den Antrag.

Was glaubst du worin der Erfolg Eurer Geschichte und insbesondere der von Jens besteht?
Das „Wir“ würde ich schon mal weglassen. Jens hat Erfolg – weil er ist, wie er ist. Weil der Nachbar von nebenan sich angesprochen fühlt, weil er einen hohen Wiedererkennungswert hat und bodenständig ist. Mich sehen die Leute nur, weil man sich halt nicht verstecken kann. Wir sind eben eins und deshalb tauchen eben die Kinder in den Sendungen auf und ich auch.

Hängt der Quotenerfolg nicht auch damit zusammen, dass die Leute Jens immer mal wieder scheitern sehen wollen?
Meiner Meinung nach ist es für die Leute ungewohnt Jens in dieser neuen, verantwortungsvollen Position zu sehen. Er hatte ja vorher viele Jobs und auch viele Bekanntschaften. Vielleicht warten die Leute auf sein Scheitern. Aber letztendlich sind sie fasziniert, weil Jens das alles doch stemmen kann. Im Großen und Ganzen erhalten wir mehr positive Nachrichten.

Goodbye Deutschland

Was macht Jens als Vater deiner Kinder so besonders?
Die Art, wie er unsere Babies anfasst, ansieht, mit ihnen spricht. Er übernimmt jetzt viel Verantwortung, schaut, ob die Fläschchen fertig sind, ist nie wirklich gereizt, auch nicht nachts. Er ist einfach liebevoll, erzählt den Kinder Geschichten, liest vor und singt auch ab und an vor… dann muss ich ihn immer etwas stoppen. Ich glaube, er genießt es einfach wahnsinnig wieder Vater geworden zu sein.

Welche Wünsche sind für Dich bis jetzt in Erfüllung gegangen?
Glücklich werden. Das muss ich wirklich sagen. In den letzten Jahren ging es mir nicht sehr gut. Aber jetzt habe ich endlich einen Mann gefunden, der mich akzeptiert, wie ich bin – für mich eigentlich unfassbar! Wir haben nie böse Streits, auch wenn es manchmal anders aussieht. Wir sind einfach seelenverwandt. Das macht mich glücklich – dieses Gefühl eine Familie zu sein.

Welche Träume hast Du?
Gute Frage – eigentlich ist für mich alles in Erfüllung gegangen. Vielleicht ein großer Familienurlaub, oder dass die Babies mal durchschlafen. Ich kann sagen, was ich gerade erlebe ist ein Traum: gesunde Kinder zu haben und einen etwas chaotischen Mann, der aber trotzdem mein bester Freund ist.

Was ist eigentlich Deine Lieblings-App?
Instagram! Finde ich gerade richtig toll. Gefühlte 8 Millionen Mütter und Frauen schreiben mich an, geben mir Zuspruch und mit Instagram kann ich sie alle teilhaben lassen an meinem Leben und meinem Glück.

Fotos: VOX/ 99pro media