Mittwoch, 07. September 2016, 16:06 Uhr

Muss Jenke von Wilmsdorff für seinen Mut zahlen?

Muss Jenke von Wilmsdorff vor Gericht? Der 50-jährige ist seit Jahren bekannt für seine gewagten Experimente. Doch nun ging er wohl einen Schritt zu weit: Der ausgebildete Schauspieler muss nach seinem Drogenexperiment für die ‚RTL‘-Sendung ‚Das Jenke Experiment‘ möglicherweise juristische Konsequenzen in Kauf nehmen.

Muss Jenke von Wilmsdorff für seinen Mut zahlen?

Am Montag (5. September) hatte der Vater eines Sohnes vor laufender Kamera die Drogen Ecstasy, Speed, Ritalin und LSD eingenommen, um deren Wirkung auf seinen Körper zu testen. Nun hat sich jedoch die Niedersächsische Landesmedienanstalt in Hannover dem Beitrag gewidmet und eine über eine Sprecherin verlauten lassen: „Wir prüfen, ob es einen Anfangsverdacht gibt, dass die Ausstrahlung jugendgefährdend gewesen ist“.

Und obwohl die Einschaltquoten sehr gut waren, ist sein Sohn Janik nicht wirklich begeistert von dem Auftritt seines Vaters, verrät der Journalist gegenüber ‚Spiegel Online‘: „Jannik fand es albern und peinlich, wie die Drogen es geschafft haben, mich so lächerlich zu machen.“


Dabei sollte er es mittlerweile von seinem wagemutigen Vater gewohnt sein: Seit 2013 testet der Reporter regelmäßig in Selbstversuchen gefährliche Experimente am eigenen Leib aus. So versetzte er sich in das Leben eines Alkoholikers oder eines Obdachlosen. Die Dokumentationsreihe gewann deshalb in ihrem ersten Jahr den ‚Quotenmeter-Fernsehpreis‘ in der Kategorie ‚Beste Reportagereihe‘ und war zweimal für den ‚Deutschen Fernsehpreis‘ nominiert. Bis an seine Grenzen hat ihn wohl der Konsum von Marihuana oder das tagelange Leben im Rollstuhl gebracht. Jenke selbst spielt derweil – egal, wie die Untersuchung der Medienanstalt ausgehen ausgehen wird – mit dem Gedanken, die Ausstrahlung seiner Sendung zu beenden. So verriet er der ‚Bild‘: „Wir haben vier Staffeln mit 16 starken Geschichten erzählt und ich finde, es reicht langsam. Ich gehe davon aus, dass das meine letzte Staffel sein könnte.“

Foto: RTL/ Jürgen Schulzki