Mittwoch, 07. September 2016, 19:50 Uhr

Shia LaBeouf: "Als Frau wäre meine Karriere längst beendet"

Hollywood-Bad-Boy Shia LaBeouf (30) machte sich in den letzten Jahren durch diverse öffentliche Ausraster einen Namen. Gegenüber dem ‚Variety’-Magazin erklärte er jetzt, dass er sich so etwas als Frau nicht „ungestraft“ hätte leisten können.

Shia LaBeouf: "Als Frau wäre meine Karriere längst beendet"

Wäre er eine Schauspielerin „mit dem gleichen ‚TMZ’-Vorstrafenregister“, wäre seine Karriere vermutlich schon längst am Ende, so der 30-Jährige. Er verkündete: „Es existiert mit Sicherheit eine Doppelmoral.“ Und er ergänzte: „Frauen benötigen Anmut für Langlebigkeit. Ich glaube nicht, dass Männer Anmut benötigen. Du kannst so wie Mickey Rourke sein.“ Seiner Überzeugung nach stehe seine Karriere heute zudem auf einem viel besseren Fundament. Der Entwicklungsverlauf, auf dem er sich als A-Promi-Hauptdarsteller befand, existiere mittlerweile nicht mehr wirklich.

Stattdessen gehöre er zu einer Generation von Schauspielern – darunter James Franco (38), Jake Gyllenhaal (35) und Kristen Stewart (26) – die Studiofilme zugunsten von Independent-Werken übersprungen haben. Das zeigt auch ganz deutlich die Filmografie des Hollywoodstars, in denen Streifen wie Lars von Triers ‚Nymphomaniac: Vol. I’ und ‚Vol. 2’, Dito Montiels ‚Man Down’ und Janus Metz Pedersens ‚Borg vs. McEnroe’ auftauchen, für den er gerade in Prag dreht und der am 12. Oktober 2017 in die Kinos kommt.

Für seine Darstellung des US-Tennisstars John McEnroe (57) – den er nebenbei mit Mozart vergleicht – studierte er übrigens diverses Filmmaterial des Sportlers und interviewte dessen frühere Coaches. Dass Shia LaBeouf heute diese Rollen spielen darf, führt er dann auch auf seine berühmt-berüchtigte Vergangenheit zurück: „Ich denke nicht, dass ich mit den Regisseuren zusammengearbeitet hätte, mit denen ich es habe, wenn ich nicht ein wenig Mist gebaut hätte.“

Und er fuhr fort: „Sie wollten einen verdammten Feuerball. Sie wollten eine tickende Zeitbombe. Ich lerne, wie ich meine ‚Verrücktheit’ in etwas Beherrschbares ableite, das ich formen und am nächsten Tag abliefern kann.“ Früher hätte er diese Fähigkeit nicht besessen, so der angeblich mit Kollegin Mia Goth (23) verlobte Schauspieler weiter: „Ich war eine offene Wunde, die bei allem geblutet hat.“ Na, da hatten doch die ganzen Skandälchen wenigstens etwas Gutes…(CS)

Foto: IPA/WENN.com