Freitag, 09. September 2016, 20:50 Uhr

Marijke Amado trauert der alten Zeit hinterher

Marijke Amado hat keine Lust mehr auf Gottschalk und Jauch. Die 62-Jährige Holländerin gehörte in den Neunziger Jahren zu den beliebtesten Moderatorinnen im deutschen Fernsehen.

Marijke Amado trauert der alten Zeit hinterher

Von 1990 bis 1998 sorgte sie in der ‚Mini Playback Show‘ dafür, dass talentierte Kinder zu jungen Popstars wurden. Doch fast zwei Jahrzehnte nach ihrer letzten Moderation der Talent-Show gefällt der Mutter eines Sohnes das deutsche Fernsehen nicht mehr: „Die Einzigen, die man immer sieht, sind der ewige Günther Jauch und der ewige Thomas Gottschalk. Schade ist, dass viele gute Frauen aus der TV-Landschaft verschwunden sind. Wo ist Linda de Mol? Wo ist Margarethe Schreinemakers? Wo ist Ulla Kock am Brink?“.

Der Grund hierfür ist laut der Geschäftsfrau, die ihren eigenen Online-Blumenversand betreibt, die Stärke des anderen Geschlechts: „Es ist eine Männerwelt, die entscheidet, und die Männer wollen etwas Jüngeres sehen. Bis Mitte der 80er haben im TV eigentlich nur Kreative gearbeitet. Aber dann fing der Quotenstress an. Heute wird alles von Managern bestimmt.“

Doch bei ihrem eigenen Kabarett-Programm ‚Amados Achterbahn‘, das im September uraufgeführt wird, hat sie selbst die Zügel in der Hand und berichtet von ihren Erfahrungen im Show-Business. Der ‚Bild‘-Zeitung verrät sie: „Es ist eine Personality-Show mit witzigen Liedern und allem, was ich so erlebt habe.“ Aber könnte sich die in Belgien lebende Entertainerin vorstellen, noch einmal ins Fernsehen zurückzukehren? Amado: „Ich hätte nur auf eines wirklich Lust. Die Kinder aus der ‚Mini Playback Show‘ besuchen, um zu sehen, wie es ihnen heute geht.“


Foto: WENN.com