Sonntag, 11. September 2016, 20:47 Uhr

Düsteres Fantasy-Spektakel "Das kalte Herz": Neue Bilder

Früher hieß es Märchenfilm, heute nennt man es lieber neudeutsch „Fantasy“. Mit Spannung wird jedenfalls das Remake des DEFA-Klassikers ‚Das kalte Herz‘ erwartet, das am 20. Oktober in die Kinos kommt.

Düsteres Fantasy-Spektakel "Das kalte Herz": Neue Bilder

‚Das kalte Herz‘ entführt in eine archaische Welt, in der die Menschen noch an Geister glauben. In der kraftvollen Geschichte um den jungen Peter, der aus Liebe zu der schönen Lisbeth sein Herz verkauft, glänzt ein hochkarätiger Cast von Jungstars wie Frederick Lau, Henriette Confurius und David Schütter neben Leinwandgrößen wie Moritz Bleibtreu und Milan Peschel.

Die bildgewaltige Neuverfilmung der beliebten Hauffschen Erzählung entstand vor grandiosen Kulissen im Schwarzwald sowie an aufwendigen Sets im traditionsreichen Studio Babelsberg.

 sagte über seinen Charakter: „Es ist für jeden Schauspieler spannend, jemanden zu spielen, der sein Herz hergibt. Jemanden, der ursprünglich von einer jugendlichen Neugier und Offenheit ist, und der plötzlich zu einem Menschen wird, der manipulativ und gewissenlos handelt.“

Kinostar Moritz Bleibtreu darf den geheimnisvollen Holländer-Michel spielen: „Eigentlich ist er ein Junkie: Jemand, der sich Liebe über Drogen zuführt, die ihn kaputt machen; die dazu führen, dass er vereinsamt, weil die Leute Angst vor ihm haben. Er ist jemand, der nur überleben kann, weil sich diese Droge für ihn anfühlt wie ein bisschen Liebe. Und genau so hab ich mir das mit den Herzen vorgestellt: Jedes Herz ist für ihn neue Lebenskraft, neue Liebe. Der Holländer-Michel leidet sehr, aber nicht auf sentimentale Weise, sondern auf aggressive Weise. Es ist ein hasserfülltes Leiden, in dem er anderen wehtun will, damit es ihm selbst besser geht.“

Düsteres Fantasy-Spektakel "Das kalte Herz": Neue Bilder

Der großartige Milan Peschel spielt das Glasmännchen, das lebt hoch oben im Wald, „dort, wo die großen Tannen stehen“. Seit Jahrhunderten erfüllt es die Wünsche der Menschen. Doch inzwischen glauben die Menschen nicht mehr an Geister und verlieren zunehmend den Respekt vor der Natur. Die Kräfte des Glasmännchens schwinden und sein Appell an die Menschen, sich ihres Verstandes zu besinnen, scheint vergeblich. Dazu sagte Peschel: „In unserer Verfilmung gibt es die Waldgeister, die im Einklang mit der Natur leben. Sie stehen für alte Mythen, für etwas, das es in unserer Welt nicht mehr gibt. Sie stehen für eine Welt, in der man bis zum Horizont schauen konnte, hinter dem noch etwas anderes lag – die nicht sichtbare Welt, die Welt der Feen und Geister.“

Düsteres Fantasy-Spektakel "Das kalte Herz": Neue Bilder

Und darum geht’s in ‚Das kalte Herz‘: Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth, die aus gutem Hause stammt, einen Weg um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem diabolischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn.

Um Lisbeth zurück zu gewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen.

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Fotos: Weltkino