Sonntag, 11. September 2016, 19:18 Uhr

Shootingstar Zara Larsson: Jedes Jahr ein neues Album

Zara Larsson zählt definitiv zu den aufregendsten Sängerinnen des Jahres. Mit ihrer Hit-Single „Lush Life“ eroberte sie Deutschland wie im Sturm und ihre Nachfolge-Singles taten ihr Übriges, um die erst 18-jährige Schwedin weiter nach oben zu bringen.

Shootingstar Zara Larsson: Jedes Jahr ein neues Album

In ihrer Heimat ist sie schon seit sie elf ist ein Star, jetzt auch im Rest der Welt. klatsch-tratsch.de-Autor Dennis hat sich mit Zara Larsson bei der Energy Music-Tour in Berlin zum Talk getroffen.

Ist das dein erstes Mal in Deutschland?
Nein, ich war hier schon mal ganz kurz da. Das war zum Echo. Quasi rein-raus. Ich hatte echt Spaß und die Aftershow-Party war der Hammer. Ich würde aber gerne mal nochmal kommen und in Ruhe Land und Leute besser kennenzulernen. Feiern und shoppen würde ich hier auch sehr gerne – ich habe mir sagen lassen, dass man das hier in Berlin sehr gut kann.

Wovon handelt deine neue Single „Ain’t my fault“?
Es geht darum, dass ich diesen süßen Jungen sehe und ihm sage: „Was auch immer heute Nacht passiert: Es ist nicht meine Schuld“. (lacht)

Wann war denn bei dir das letzte Mal, dass du gesagt hast: „Hey, das ist nicht meine Schuld“?
Ich bin nie an etwas schuld! (lacht) Um ehrlich zu sein sage ich das echt selten. Ich bin sehr verantwortungsbewusst und nehme vieles auf mich. Ich weiß gar nicht, wann ich das, das letzte Mal gesagt habe. Ich finde es aber auch kindisch, wenn man im echten Leben nicht zu dem steht, was man gemacht hat. „Ain’t my fault“ ist einfach ein spaßiger Flirtsong. Da geht es einfach nur um Spaß.

Du bist ja erst 18, aber schon jetzt mehr Karrieretechnisch erreicht, als die meisten Sängerinnen in ihrem Leben erreichen werden. Wo siehst du dich denn selbst in fünf Jahren? Dann bist 23 und ungefähr in dem Alter, indem die meisten Mädels ja erst so richtig durchstarten …
In fünf Jahren möchte ich fünf Alben veröffentlicht haben. Mein Traum ist es jährlich ein Album veröffentlichen zu können. Ein paar Grammys, eine Welttour, ein paar Nummer-eins-Singles – Das sind Dinge, die ich mir wünsche. In fünf Jahren kann eine ganze Menge passieren, aber mindestens fünf Alben wären toll.

Shootingstar Zara Larsson: Jedes Jahr ein neues Album

Bleiben wir mal bei ehrgeizigen Plänen: Wen würdest du spielen wollen, wenn irgendwann ein Film über dein Leben gedreht werden würde und du mitspielen würdest – aber nicht dich selbst?
Vermutlich würde ich meine Schwester spielen. Wir beide sehen uns echt sehr ähnlich. Ich könnte mir aber auch vorstellen darin eine andere Sängerin zu spielen, die ich kenne oder noch kennenlernen werde. Oder jemanden aus dem Musik-Biz wie beispielsweise meine Managerin.

Stichpunkt Managerin: Du wohnst ja noch Zuhause. Hast du ab und an mit deinen Eltern Diskussionen, dass du dies und jenes nicht anziehen oder machen sollst?
(lacht) Nein, so läuft das nicht mit mir. Meine Mutter würde mir aber auch nicht vorschreiben, was ich anzuziehen habe und wenn sie das machen würde, dann würde ich es vermutlich heimlich doch anziehen. Ich kann wirklich sehr dickköpfig sein. (lacht) Ich habe früher manchmal echt dumme Sachen gemacht, als ich aufgewachsen bin. Aber dennoch bin ich die meiste Zeit echt ein artiges Mädchen gewesen. So zwischen 14 und 16 – das war echt die Hölle damals Zuhause mit meinen Eltern. Mit der Zeit wurde es dann wieder richtig gut und unsere Beziehung ist heute großartig. Ich glaube aber, dass das nicht-immer-auf-seine-Eltern-hören auch Teil des Erwachsenwerdens ist.

Ich habe gelesen, dass du David Guetta das erste Mal bei der EM-Eröffnungsfeier auf der Bühne getroffen hast, als ihr „This is for you“ performt habt
Das stimmt. Wir haben uns tatsächlich das erste Mal auf der Bühne bei den Proben zur Show getroffen. Ich habe ihn gesehen und bin zu ihm rübergegangen und meinte „Hey!“ und er hat bestimmt fünf Sekunden gebraucht, um zu realisieren, dass ich es bin. In seiner Erwartung war ich größer und vermutlich ein bisschen breiter – ich bin ja schon eher zierlich – und ich war auch kaum geschminkt. Und er hat mich erst echt verwundert angesehen, so nach dem Motto: „Wer ist das?“ Er war aber echt sehr nett und konnte gar nicht aufhören zu lächeln. Es war echt süß zu sehen, wie aufgeregt und glücklich er wegen dem Europa-Cup war. Mich hat es echt geehrt ein Teil davon sein zu dürfen.

Wie kam diese Zusammenarbeit eigentlich zustande?
Seine Leute haben wohl meine Leute kontaktiert. Ich weiß nicht warum er mich wollte, aber als die Anfrage kam, habe ich sofort zugesagt. Ich bin zwar nicht der größte Fußball-Fan, aber mal ehrlich: Wie könnte man zu so etwas nein sagen? Es ist einfach eine großartige Sache und ich bin froh, dass er mich gefragt hat.

Shootingstar Zara Larsson: Jedes Jahr ein neues Album

Du warst mit Beyonce auf Tour und durftest einige ihrer Shows eröffnen. Hat sie dir dabei irgendeine Weisheit mit auf den Weg gegeben?
Nein, ich wollte sie eigentlich auch gar nicht treffen.

Warum nicht?
Weil ich damit nicht umgehen könnte. Ich habe sie dann bei den Auftritten nie getroffen. Sie ist meine größte Inspiration und ich glaube, ich wüsste gar nicht was ich sagen sollte, wenn ich sie treffen würde. Ich habe beide ihrer London-Konzerte eröffnet und hinter der Bühne habe ich so viel geweint – vor allem am letzten Tag. Ich habe vor lauter weinen gar keine Luft mehr bekommen und dachte ich kann sie nicht in diesem Zustand treffen. Im Falle eines Treffens will ich ja wenigstens noch ein bisschen professionell sein, aber wenn es um Beyonce geht, kann ich das nicht. Ich bin einfach ein zu großer Fan.

Im Internet gibt es aber Fotos von euch zusammen …
Ja, aber die sind schon älter. Ich habe sie mal vor drei Jahren getroffen. Sie ist wirklich sehr süß und freundlich. Ich bin einfach so zwiegespalten. Einerseits will ich sie treffen, anderseits nicht. Die eine Seite in mir will ihre beste Freundin sein und mit ihr in den Urlaub fahren und die andere will diesen Star, dieses idealisierte Vorbild, das unnahbar zu sein scheint beibehalten. Sie ist für mich der einzige Mensch, den ich so tief verehre.

Und sonst so?
Bald kommt mein Album raus. Das ist jetzt eigentlich schon fast fertig. Ende des Jahres geht es dann hoffentlich auf Tour und 2017 geht es dann wieder ins Studio.

Fotos: SonyMusic