Mittwoch, 14. September 2016, 15:03 Uhr

Stefan Raab und der Eurovision Song Contest 2017

Zuletzt hatte Deutschland mit seinen Eurovision-Song-Contest-Beiträgen bekanntlich wenig Glück. Einem erneuten letzten Platz soll jetzt durch niemand Geringeres als Stefan Raab (49) persönlich vorgebeugt werden.

Stefan Raab und der Eurovision Song Contest 2017

Der TV-Erfolgsgarant, der sich vor zwei Jahren (erst einmal) in den Fernseh-Ruhestand verabschiedete, wird nämlich eine neue Castingshow zum ESC 2017 in der Ukraine mit seiner Firma Raab TV produzieren, nicht aber vor die Kamera treten. Dabei werden unweigerlich Erinnerungen an ‚Unser Star für Oslo’ wach. Aus dieser Castingshow ging bekanntlich Lena Meyer-Landrut (25) als Siegerin hervor. Mit ihrem Song ‚Satellite’ gewann diese dann 2010 auch den Eurovision Song Contest in Oslo.


UPDATE 15. September 2015: Richtigstellung des Managements. Die vom NDR herausgegebene Mitteilung führte zu Fehlinterpretationen. Dazu erreichte uns von Raabs Management folgender Hinweis: „Die Firma Raab TV, die die Sendung für den NDR herstellt, gehörte früher mal Stefan Raab. Sie ist aber seit vielen Jahren ist eine 100prozentige Tochter von Brainpool TV, an der Stefan Raab lediglich Gesellschaftsanteile hält. Raab TV hat auch in den vergangenen Jahren den ESC Vorentscheid produziert. Das ist also nichts Neues. Stefan Raab ist allerdings persönlich weder vor noch hinter der Kamera an der Produktion zum ESC-Vorentscheid beteiligt.“


Stefan Raab und der Eurovision Song Contest 2017

Auf die Wiederholung dieser Erfolgsgeschichte zielt jetzt auch die neue Show ab, bei der Raab TV die Produktion übernimmt. Das Prozedere läuft dabei wie folgt ab: Junge Sänger und Sängerinnen sollen sich zunächst beim NDR bewerben. Daraus treffen dann Vertreter dieses Senders sowie weiterer ARD-Sender, der Produktionsfirma Raab TV und andere Musikexperten eine Auswahl der besten 30 Talente. Diese werden schließlich zu einem zweiten Casting eingeladen. Und da geht es dann an das „Eingemachte“. Nur die besten fünf von ihnen dürfen nämlich auch in der großen ESC-Vorentscheid-Show (‚Eurovision Song Contest – Unser Song 2017’, ARD) auftreten. Diese findet am 9. Februar 2017 um 20.15 Uhr live aus Köln unter der Moderation von (natürlich) Barbara Schöneberger (42) statt.

Die jungen Kandidatinnen und Kandidaten dürfen dann jeweils einen Song vortragen, den national und international erfolgreiche Produzenten speziell für den ESC 2017 vorgeschlagen haben. Eine Jury gibt es auch, die aus Lena Meyer-Landrut, Tim Bendzko (31) und Florian Silbereisen (35) besteht. Diese bewerten und kommentieren die Auftritte. Ein Stimmrecht haben die drei aber nicht – genauso wenig wie übrigens die Jury 2010 bei ‚Unser Star für Oslo’. Die letztendliche Entscheidung, wer Deutschland beim nächsten ESC vertritt, liegt allein bei den Zuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland – nur sie wählen am Ende der dreistündigen Show, wer mit welchem Lied in die Ukraine fährt.

Aber auch das internationale Publikum wird vorsichtshalber gefragt, damit nicht wieder so ein Reinfall wie mit Jamie-Lee passiert. Die Show wird live im Internet u.a. über die Eurovision App sowie auf eurovision.tv gestreamt, der ESC-Website der Europäischen Rundfunk Union EBU. Sie verantwortet den Eurovision Song Contest.

Siegerin Lena ruft auch schon alle Interessierten dazu auf, rege dabei mitzumachen. Sie erklärte: „Ich kann nur jedem empfehlen, sich zu bewerben. Es könnte die beste Entscheidung eures Lebens sein und alles verändern.“ Und Tim Bendzko macht es ihr gleich und äußert begeistert: „Ich saß ja schon einige Male in der deutschen ESC Jury. Damals ging es darum, über die europäischen Acts abzustimmen. Ich freue mich sehr, dieses Mal zusammen mit meinen Kollegen und dem Publikum den besten Song und Künstler zu finden, der uns in der Ukraine vertreten wird!“ Und mit Stefan Raab als Produzent im Hintergrund dürfte beim nächsten Mal gar nichts mehr schief gehen…(CS)

Fotos: NDR/Sony Music/Christoph Köstlin, NDR/Universal music/privat, ARD/MDR/Thorsten Jander,