Dienstag, 20. September 2016, 18:58 Uhr

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege

Heute gibt es die fünfte Folge der dritten Staffel des VOX-Investorenzirkusses ‚Die Höhle der Löwen‚. Auch diesmal wird es spannend, wer von den Erfindern einen Schwung frisches Geld bekommt, um in seine Idee mit einer Anschubfinanzierung investieren zu lassen.

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege
„LaLatz“ Gründerin Eva Schrader

LaLatz: Eva Schrader (42) wagt sich in „Die Höhle der Löwen“ und stellt den fünf Investoren ihre Erfindung vor – den „Lalatz“. Als Mutter von vier Kindern war es die Krefelderin leid, nach jedem Essen den Tisch und die Kleidung ihrer Kinder komplett zu reinigen. So ist die Idee des extra langen Lätzchens, das gleichzeitig auch als Tischset dient, entstanden. Die ersten Prototypen nähte Eva Schrader noch selbst mit der Nähmaschine, 2014 wurde dann aus der Idee ein Unternehmen.

Einige hundert Lätzchen wurden schon verkauft, aber um ihre Erfindung in die Läden zu bringen, braucht Eva Schrader einen strategischen Partner und natürlich eine kräftige Finanzspritze. Ihr Vorschlag an die „Löwen“: 100.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteile.

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege
Glasello: Stevan Sokola (49, l.) und José Luis Llorens Garcia (42).

Glasello: 125.000 Euro wünschen sich José Luis Llorens Garcia (42) und Stevan Sokola (49). Im Gegenzug sind die beiden bereit 15 Prozent der Anteile an ihrer GmbH abzugeben. Das Produkt, das die beiden vorstellen, haben sie „Glasello“ getauft. Bei „Glasello” handelt es sich um einen mobilen Reinigungs- und Desinfektionsstick, speziell für die Ränder von Trinkgläsern, Getränkedosen und Essbesteck.

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Eineinhalb Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der kleinen Erfindung, mit der José und Stevan Viren und Bakterien den Kampf ansagen wollen.

Die nächste Herausforderung ist allerdings der Pitch vor den „Löwen“ – wenn der gelingt und die beiden es schaffen, die Investoren zu begeistern, waren die bislang 1.000 verkauften Exemplare des „Glasello“ nur der Anfang einer Erfolgsgeschichte.

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege
Papa Türk: Die Gründer Jan Plewinski (l.) und Roman Will

Papa Türk: Zu einem leckeren Döner Kebab gehören auch eine richtige Portion Knoblauchsauce und extra viel Zwiebeln. Wäre da nur nicht der daraus resultierende schlechte Atem. Die beiden Bremer Roman Will (30) und Jan Plewinski (30) wollen jetzt Abhilfe schaffen. „Papa Türk ist das erste Erfrischungsgetränk, das den wunderschönen Zusatznutzen hat, Atem- und Essensgerüche zu neutralisieren”, erklärt Roman Will den „Löwen“ das Produkt. Die Wirkung der Papa-Getränke kommt vom grünen Blattfarbstoff Chlorophyll. Mittlerweile haben sie drei verschiedene Sorten im Angebot und sind regional in den Dönerläden und Supermärkten erhältlich.

Erzählen können die beiden Bremer natürlich viel, doch wie sieht es mit einem geruchsfesten Beweis aus? Dafür haben sowohl Jan als auch Roman im Beisein von Moderator Amiaz Habtu vorab einen Döner mit entsprechend viel Knoblauch und Zwiebeln gegessen – doch nur einer trank anschließend Papa Türk.

„Löwe“ Ralf Dümmel wagt sich an den Geruchstest. Werden sie den bestehen? Und schaffen sie es auch mit ihrem Getränk einen oder mehrere „Löwen“ für einen Deal von 400.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile zu begeistern?

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege
intueat: Mareike Awe und Marc Reinbach

intueat: Mit ihrem weltweit einzigartigen Onlineprogramm intueat wollen die promovierenden Medizinstudenten Mareike Awe (23) und Marc Reinbach (24) aus Düsseldorf den Diäten den Kampf ansagen. „So hart es klingt: Deutschland ist zu dick! Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig und über 90 Prozent aller Diäten funktionieren nicht. Diäten arbeiten mit Regeln und Verboten gegen unseren Körper”, erklärt Marc Reinbach. „Intuitives Essen. Intueat ist genau das Gegenteil. Intuitive Esser essen genau dann wenn sie hungrig sind, genießen das worauf sie Appetit haben und sie hören auf, wenn sie satt sind”, so Mareike Awa.

Um dieses neue Bewusstsein wieder zu schaffen, bieten die beiden Gru¨nder auf ihrer Homepage ein 12-wöchiges Programm an. Mithilfe von wöchentlichen Lektionen in Form von Videos und PDFs, professionell entwickelten Mentaltrainings für die Unterstützung des Unterbewusstseins (90% der täglichen Entscheidung werden durch das Unterbewusstsein getroffen), einem Erfolgstagebuch zur persönlichen Entwicklung, der Unterstützung durch die gesamte intueat-Community, den persönlichen Teilnehmersupport durch das intueat-Team und mit Hilfe einer ordentlichen Portion Motivation lernen die Teilnehmer ihren Körper und ihre wahren Bedürfnisse kennen.

Um weiter wachsen zu können wünschen sich die Medizinstudenten 150.000 Euro von den „Löwen“ und bieten 10 Prozent ihres Unternehmens …

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Brad Brat: Marvin Kruse

Brad Brat: Er ist wieder da: Marvin Kruse aus Ganderkesee. Im letzten Jahr präsentierte er mit „Pfotenheld” einen Onlineshop für Katzen- und Hundebesitzer, in dem alle Produkte 0 Euro kosteten. Das Konzept fiel bei den Investoren durch. „Ich habe alles, was ich von den Löwen um die Ohren gepfeffert bekommen hatte, jetzt mit einfließen lassen. Ich habe alles umgesetzt, alles besser gemacht und das will ich jetzt beweisen”, so der 28-Jährige. In diesem Jahr hat er ein neues Produkt im Gepäck: Brad Brat. Eine Bratwurst, die ihresgleichen sucht. 750 Gramm wiegt die Wurst, wird in Scheiben geschnitten und muss so nur noch von zwei Seiten gegrillt werden.

Weiße Stellen an der Wurst sind damit passé. Mittlerweile gibt es Marvins Brads in den Geschmacksrichtungen Feta-Olive, Tomate-Mozzarella oder Chili, die auch perfekt ins Brötchen passen. Um seine bereits eingegangenen Bestellungen zu finanzieren und eine neue Abfüllmaschine zu kaufen, benötigt er 150.000 Euro und würde dafür 10 Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Wie wird es dieses Mal ausgehen? Hat sich Marvin den „Löwen“ erneut zum Fraß vorgeworfen oder gibt es ein Happy End für den sympathischen Norddeutschen mit den Entertainer-Qualitäten?

Die Höhle der Löwen: Die trauen sich in Folge 5 in die Manege
Glorify: Christoph Egger (r.), Löwe Ralf Dümmel

gloryfy: Wer kennt das nicht? Man setzt sich drauf, lässt sie fallen oder sie geht beim Sport in die Brüche: Gerade gekauft und schon ist die Sonnenbrille wieder kaputt. Und das kann gerade beim Sport auch mal gefährlich werden. Mit den gloryfy unbreakable Brillen soll das nicht mehr passieren. Hergestellt aus einem besonders flexiblen Kunststoff können nicht nur das Gestell, sondern auch die Gläser mit immenser Kraft verbogen werden. Ohne dass sie dabei kaputt gehen und ohne Ausleihern springen sie in die ursprüngliche Form zurück bzw. die rausgesprungenen Bügel werden einfach wieder eingeklickt. Selbst einem Hammer oder sogar einer 1,5 Tonnen Presse halten sie Stand.

Produziert werden die unzerbrechlichen Brillen in O¨sterreich. Fu¨r die Entwicklung von gloryfy hat Christoph Egger extra ein Labor aufgebaut und Techniker und Designer beauftragt. Um die Zusammensetzung und das besondere Design zu perfektionieren, benötigte das Team fast sieben Jahre bis die gloryfy unbreakable Brillen in Serie produziert werden konnten. Zunächst hat der Tiroler die Brille in zehn verschiedenen Designs für den Gebrauch während des Sports entwickelt. Seit April 2016 gibt es zusätzlich auch die optische Brillen. In Österreich sind die Brillen schon Kult, jetzt will er auch in Deutschland in den Handel. Um das realisieren zu können benötigt der gelernte Sport-Einzelhandelskaufmann und studierter Betriebswissenschaftler sowohl einen strategischen Partner als auch 500.000 Euro. Im Gegenzug bietet er 5 Prozent seiner Firmenanteile an.

Die Investoren sind Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer.

Fotos: VOX/Stefan Gregorowius, VOX, VOX/Bernd-Michael Maurer