Dienstag, 27. September 2016, 18:50 Uhr

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen

Heute Abend gibt es die sechste Folge der VOX-Investoren-Show ‚Die Höhle der Löwen‚. Mit dabei wieder die mehr ider willigen Geldgeber Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer. Wie immer stellen wir die Kandidaten ausführlich vor.

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen

Lizza:
Deutschlands erstes Teig-Start-up, vorgestellt von Marc Schlegel (29) und Matthias Kramer (31). Die beiden Gründer aus Frankfurt schaffen mit ihrer Low-carb-Pizza „Lizza“ eine glutenfreie, kohlenhydratarme und proteinreiche Alternative zum konventionellen Pizzateig. Statt aus Weizen besteht der Lizzateig aus Leinsamen und Chiasamen. Eigentlich wollten der Informatiker und der Wirtschaftswissenschaftler gemeinsam eine App entwickeln.

Doch beim Brainstorming mit Freunden, wie diese App aussehen könnte, waren die so begeistert von der selbstkreierten Superfood-Pizza, dass der Plan kurzfristig geändert wurde. Marc und Matthias kündigten ihre Jobs und machten sich daran, die Pizzarevolution einzuläuten. Lange tüftelten sie am Rezept, um 2015 mit den ersten Verkäufen zu starten.

Der letzte Schrei: Der Hamdog aus Australien

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen
Lizza: Marc Schlegel, r.), Matthias Kramer

Um zu überprüfen, ob die „Lizza“ beim zahlenden Kunden genauso gut ankommt, wie im Freundeskreis, zogen die Freunde mit einem Foodtruck los und verkauften auf Festivals. Der Erfolg bestärkte die beiden und sie machten weiter, bisher sind über 100.000 Euro in das Projekt geflossen. Der Foodtruck wurde verkauft und ein Online-Shop gestartet. Hier treffen täglich ca. 50 Bestellungen ein. Langfristig wollen Matthias und Marc den Einzelhandel erobern. Dafür ist aber dringend neues Kapital nötig und natürlich ein Partner, der das passende Know-how mitbringt. Die Gründer bieten den Löwen 10 Prozent ihrer Firmenanteile, im Gegenzug fordern sie 150.000 Euro.

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen
„Vocier“: Michael Kogelnik (29), Vinzent Wuttke (28)

VOCIER:
Weltweit haben Geschäftsreisende das gleiche Problem: Wie verreist der Anzug knitterfrei im Handgepäck? Entweder muss die Kleidung vor dem nächsten Termin noch aufgebügelt werden oder man hat neben dem Trolley auch noch einen Kleidersack zu transportieren. Die beiden ehemaligen Investmentbanker Michael Kogelnik (29) aus Wien und Vinzent Wuttke (28) aus Düsseldorf kennen das aus ihrer eigenen Erfahrung und entwickelten ihr eigenes innovatives Gepäcklabel: VOCIER steht für zeitlos elegante Gepäckstücke, die mit ihrem patentierten Konzept das Reisen revolutionieren. Die einzelnen Produkte, die einen knitterfreien Transport der Kleidung ermöglichen, sind aus innovativen Materialien wie hochfesten Kunststoffen aus dem Automobilbau und italienischem Leder gefertigt.

VOCIER wurde 2012 nach mehreren Jahren der Entwicklung von Michael Kogelnik und Vinzent Wuttke gegründet; die Produkte sind durch Patente geschützt. Das Ziel von VOCIER ist es, Taschen und Koffer zu entwerfen, die ein deutliches Statement sind – ganz unabhängig von vorübergehenden Modetrends. Zu ihrem Kundenkreis gehören vorwiegend Geschäftsmänner aus Asien, USA und Europa. Um auch die weiblichen Geschäftsreisenden für sich zu gewinnen, möchten sie eine spezielle Edition für potenzielle Kundinnen entwickeln. Doch dafür benötigt VOCIER Kapital.

Für 250.000 Euro bieten Michael Kogelnik und Vinzent Wuttke fünf Prozent ihres Unternehmens an…

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen
„frooggies“ (v.l.): Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch, Patrick Elkuch

Frooggies:
Frische Früchte sind gesund und einfach lecker – ob in schmackhaften Smoothies, Müslis oder Joghurts, die Vitaminbomben dürfen nirgends fehlen. Doch einen Nachteil haben die gesunden Leckereien: Sie verderben häufig sehr schnell. Deswegen entwickelten Philippe Nissl (32), Sarah Nissl-Elkuch (32) und Patrick Elkuch (33) aus Liechtenstein eine ziemlich „coole“ Lösung und brachten gefriergetrocknete Früchte in Pulverform – „frooggies“ war geboren. Die unbehandelte Frischware wird ganz ohne Zucker, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe gemahlen. Durch die schonende Herstellung werden Farbe, Vitamine und Aromen erhalten. Das Resultat: Die gesunden, pulverisierten Früchte lassen sich ohne großen Aufwand, ohne das Schnippeln und die lästigen Restabfälle in den täglichen Speiseplan integrieren.

Seit Mitte April 2015 gibt es „frooggies“-Fruchtpulver, das in Deutschland hergestellt wird, online zu kaufen. Kann das Team von „frooggies“ bei „Die Höhle der Löwen“ einen Deal ernten oder werden die Investoren ihren Traum von 40.000 Euro für 10 Prozent Unternehmensanteile pulverisieren?

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„My Beauty Light“: Gründerin Susie Armonies

My Beauty Light:
Es werde Licht! Denn die häufigsten Schmink-Fehler entstehen durch die falsche Beleuchtung. Vom Rouge-Overkill bis zur fleckigen Foundation – schuld ist zu dunkles sowie ungleichmäßiges und farbverfälschendes Licht. Harmonieren die verwendeten Produkte mit dem Teint im Bad noch super, kann sich das bei Tageslicht schnell ändern. Dieses Problem möchte Susi Armonies (31) aus Kassel mit den LED-Leuchten „My Beauty Light“ lösen. Mit Saugnapfhalterungen werden die Leuchten einfach und flexibel am Spiegel befestigt, simulieren Tageslicht und geben Farben nahezu unverfälscht wieder.

Durch die frontale und gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts können überall ganz schattenfrei die optimalen Lichtverhältnisse für makellose Make-ups und die perfekte Pflege geschaffen werden. „My Beauty Light“ ist sowohl für den Privatgebrauch als auch für professionelle Make-up-Artisten und Stylisten ideal einsetzbar. Seit 2015 können die Schminkleuchten ganz einfach zum Beispiel über den eigenen Online-Shop erworben werden.

Bei „Die Höhle der Löwen“ stellt die „My Beauty Light“-Gründerin ihr Licht nicht unter den Scheffel: Ihr Ziel ist es 80.000 Euro für 15 Prozent an ihrem Unternehmen abzustauben. Ob ihr das gelingen wird?

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen
WeCharge: Andreas Fesl

WeCharge:
Mobilität via Elektrizität ist kein Zukunftsszenario mehr. Doch die richtige Ladestation zum richtigen Zeitpunkt zu finden kann mancherorts problematisch sein. Aktuell gibt es zwar öffentliche Ladestationen, doch Andreas Felsl (40) möchte auch private Haushalte mit einer Ladestation ausstatten. Via App lässt sich diese mit dem Smart Phone steuern und auch der Verbrauch soll sich so abrechnen lassen.

Für 30 Prozent seiner Firmenanteile möchte Andreas Felsl drei Millionen Euro von den „Löwen” – die höchste Summe, die bisher ein Gründer in „Die Höhle der Löwen” gefordert hat. „Ich glaube, dass ist die Mindestsumme und man muss schnell sein. Da hilft es auch nicht, Patente anzumelden”, so der Schweizer über seine Entwicklung „WeCharge”. „Ich habe mir sechs Monate Zeit gegeben, um das durchzuziehen und finanzieren zu können. Wenn ich es nicht schaffe, lasse ich es bleiben.” Was sagen die „Löwen” zu der Idee? Werden sie Andreas Felsl unterstützen oder ist das bereits das Ende von „WeCharge”?

"Die Höhle der Löwen": Die hier wollen in Folge 6 Geld abholen
Gründer Alexander Gomer

Mach Dich Bunt:
„Mit meinen Produkten möchte ich die Welt ein wenig bunter machen”, ist das Ziel von Alexander Gomer (27) aus Fürstenau. Der gelernte Speditionskaufmann ist ein großer Fan der sogenannten Holi-Festivals, die ihren Ursprung im Hinduismus haben und sich mittlerweile auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreuen. Highlights sind die Farbcountdowns der DJs, woraufhin die Besucher eine Handvoll Farbpulver in die Luft werfen. Das war die Initialzündung für seine Firma „Mach Dich Bunt”. Über einen Onlineshop vertreibt er sechs verschieden Farben des Hilo-Pulvers, welches jedoch nicht in geschlossenen Räumen genutzt werden kann. Also entwickelte Alexander Gomer die Alternative Ko(r)nfetti.

Es ist biologisch abbaubar, wasserlöslich, färbt nicht ab, besteht aus Maisstärke und ist mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Es ist sowohl in Tüten verpackt als auch in Kissen. Um sein Unternehmen und sein Lizenzsystem „The Pillow Fight” (Kissenschlacht-Partys) weiter nach vorne zu bringen, benötigt er 100.000 Euro und würde dafür 10 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. „Mit den ‚Löwen’ habe ich eine ganz besondere Schlacht vor – und die wird bunt!” verspricht der Niedersachse…

Fotos: VOX, VIX/Bernd-Michael Maurer