Mittwoch, 28. September 2016, 21:15 Uhr

Serena Williams hat große Angst vor der Polizei

Serena Williams hat Angst um ihren Neffen. Der Tennis-Profi spricht über die zunehmende Polizeigewalt gegenüber Afroamerikaner.

Serena Williams hat große Angst vor der Polizei

In einem aufrichtigen und starken Beitrag auf Facebook, den sie am Dienstag postete, teilte die Sportlerin mit, was für eine große Angst sie um ihren 18-jährigen Neffen habe. Sie schreibt, dass ihr Neffe sie am Vormittag zu einem Treffen bringen sollte. „Auf dem Weg sah ich einen Polizisten am Straßenrand. Ich habe schnell kontrolliert, ob mein Neffe sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält und dann hab ich mich an dieses schreckliche Video erinnert von der Frau, die im Auto war, als ihr Freund erschossen wurde.“ Gemeint ist der Vorfall in Minnesota, bei dem Polizisten den dunkelhäutigen Philando Castile in seinem Auto erschossen haben. Seine Freundin nahm die Tat auf Video auf.

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„An all das musste ich in den paar Sekunden denken. Ich habe es so bereut, dass ich nicht selbst gefahren bin. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ihm etwas passieren würde. Er ist so unschuldig. Das waren sie alle“, sagt Williams, deren Halbschwester 2003 auf offener Straße erschossen wurde.

Der Tennis-Profi veröffentlichte den Beitrag nur einige Tage nachdem die Afroamerikaner Keith Lamont Scott und Terence Crutcher in Charlotte und Tulsa von Polizisten erschossen wurden. „Ich glaube fest daran, dass nicht alle Menschen böse sind“, fährt Williams fort. „Nur die ignoranten, ängstlichen, ungebildeten und unsensiblen Menschen, die damit Millionen von Leben beeinflussen. Martin Luther King hat gesagt ‚Es kommt eine Zeit, in der Schweigen Betrug ist‘. Ich werde nicht schweigen.“

Foto: star.press/WENN.com