Montag, 03. Oktober 2016, 17:49 Uhr

Matthias Koeberlin: Der Star aus "Böse Wetter"

Auf die Suche nach der Wahrheit macht sich ein Rückkehrer in dem Krimi-Drama „Böse Wetter – Das Geheimnis der Vergangenheit“, das an der früheren deutsch-deutschen Grenze spielt. Matthias Koeberlin spielt einen Mann, der trotz tiefsitzenden Unbehagens darauf drängt, den Tod seines Vaters bei einem Grubenunglück zu DDR-Zeiten aufzuklären…

Matthias Koeberlin: Der Star aus "Böse Wetter"

Koeberlin dreht seit 1998, gab im selben Jahr sein TV-Debüt im ‚Tatort‘ und spielte auch gleich in der ‚Schimanski“-Folge ‚Rattennest‘ mit Götz George. Seitdem spielt er in unzähligen TV-Krimis. Das Erste interviewt Koeberlin. Hier ein Auszug.

Herr Koeberlin, wie war Ihre erste Reaktion, als Sie das Drehbuch gelesen haben?
Ich mochte die Geschichte von Anfang an sehr gerne. „Böse Wetter – Das Geheimnis der Vergangenheit“ ist ein Drama mit starken Thriller-Elementen und erzählt eine Geschichte, die tief in die deutsch-deutsche Vergangenheit zurückreicht. Dass sie im Bergbau-Milieu angesiedelt ist, machte es für mich zusätzlich spannend und reizvoll.

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Matthias Koeberlin: Der Star aus "Böse Wetter"

Die Dreharbeiten fanden teilweise unter Tage in feuchten, kalten Stollen statt. Kein gewöhnlicher Drehort – wie haben Sie die Arbeit dort erlebt?
Es macht ja prinzipiell viel Spaß an ungewöhnlichen Orten zu drehen, denn durch die besondere Umgebung
entstehen oft Szenen, die in gewisser Weise auch besonders sind. Das Arbeiten unter Tage ist in vielerlei Hinsicht
ungewöhnlich. Es herrschen permanent acht Grad. Dabei ist es feucht, oft sehr eng und unwegsam. Das machte es
für alle Beteiligten schwierig, aber auch reizvoll.

Matthias Koeberlin: Der Star aus "Böse Wetter"

In „Böse Wetter – Das Geheimnis der Vergangenheit“ hat sich ein außergewöhnliches Schauspielerensemble zusammengefunden. Wie haben Sie die Zusammenarbeit erlebt?
Es war mir ein großer Wunsch, nach vielen Jahren – zuletzt haben wir 1998 „Schminanski – Rattennest“ zusammen
gedreht – wieder mit dem wunderbaren Götz George zu arbeiten. Er war ein warmherziger, sehr humorvoller und
extrem professioneller Kollege und ein Schauspieler, den ich immer sehr bewundert habe. Die Lücke, die er hinterlässt,
ist nicht zu füllen. Ein immenser Verlust! Aber auch mit Gudrun Landgrebe zu arbeiten, war etwas ganz
Besonderes für mich. Es war ein wirklich außergewöhnliches Ensemble – sehr homogen und neben allen Anstrengungen,
die Dreharbeiten mit sich bringen, war es lustig und kollegial.

Matthias Koeberlin: Der Star aus "Böse Wetter"

Fotos: ARD Degeto/Volker Roloff, Maria Krumweide, Daniela Incoronato; WENN.com