Freitag, 07. Oktober 2016, 15:28 Uhr

Charts der Woche: Opeth auf Platz eins

Waren in den 70ern, 80ern und 90ern noch schwedische Popmusiker wie ABBA oder Ace of Base populär, so sind es mittlerweile Rock- und Metalbands, die vom hohen Norden aus den Kontinent erobern.

Charts der Woche: Opeth auf Platz eins

Nach den Nummer-eins-Erfolgen von Amon Amarth und den Blues Pills stürmt nun die dritte schwedische Gruppe in diesem Jahr an die Spitze der Offiziellen Deutschen Album-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Mit „Sorceress“ setzt sich das Prog-Rock-Quintett Opeth in einem Feld aus insgesamt 27 Neueinsteigern durch.

Neben Opeth knacken sieben weitere New Entries die Top 10. Yello („Toy“) fällt ihr Einstieg auf Platz zwei spielerisch leicht, denn das Schweizer Duo blickt bereits auf über drei Jahrzehnte Charterfahrung zurück.

Erstmals dabei ist dagegen Lukas Rieger. Der Social Media-Star gilt als deutscher Justin Bieber und justiert seinen „Compass“ an vierter Stelle. Deutschrap ist dank Manuellsen („Gangland“, drei) und Bonez MC & RAF Camora („Palmen aus Plastik“, fünf) prominent vertreten.

Die Rolling Stones sorgten am Donnerstag für einen echten Paukenschlag und gaben die Veröffentlichung einer neuen Platte bekannt – die erste seit elf Jahren. Bis es soweit ist, lassen Mick Jagger & Co. aber noch einmal nostalgische Gefühle aufkommen. Das 15 CDs umfassende Box-Set „The Rolling Stones In Mono”, eine Zusammenstellung der Mono-Studioaufnahmen aus den 60er-Jahren, steigt neu auf Platz 29 ein.

Die Top 3 der Single-Charts bleibt beständig: Rag’n’Bone Man („Human“) führt vor DJ Snake feat. Justin Bieber („Let Me Love You“) und The Chainsmokers feat. Halsey („Closer“). Den höchsten Neueinstieg sichern sich David Guetta, Cedric Gervais & Chris Willis („Would I Lie To You“, 22). Ebenfalls neu auf Rang 72 startet Superstar Robbie Williams, dessen Motto „Party Like A Russian“ ist.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.