Montag, 17. Oktober 2016, 13:05 Uhr

Martina Gedeck in "Terror": Angst darf uns nicht beherrschen

Wie soll man leben angesichts der Bedrohung durch den weltweiten Terror? Schauspielerin Martina Gedeck hat eine klare Antwort.

Martina Gedeck in "Terror": Angst darf uns nicht beherrschen

Die 55-Jährige kann nachvollziehen, dass einige Menschen in Deutschland Angst vor dem Terror haben, sie sollte das Leben aber nicht beherrschen. „Wenn man darüber nachdenkt, ist ja das ganze Leben lebensgefährlich“, sagte sie der ‚Bild‘-Zeitung. Terrorismus habe es auch schon in den 70er Jahren gegeben. „Da war das Lebensgefühl auch in Deutschland ein anderes.“

Die Schauspielerin empfindet es in der Flüchtlingsdebatte als natürlich, das Fremde zunächst skeptisch zu betrachten. Es habe sich aber in vielen Fällen gezeigt, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gut miteinander leben können. „Wir sind nicht vom Aussterben bedroht in unserem Land. Einwanderungswellen gab es immer wieder.“

Martina Gedeck in "Terror": Angst darf uns nicht beherrschen

Gedeck spielt in dem ARD-Gerichtsdrama ‚Terror‘, das heute Abend ausgestrahlt wird, eine Staatsanwältin. Es geht um die Frage, ob ein von Terroristen entführter Passagierjet abgeschossen werden darf, um das Leben Zehntausender auf dem Boden zu retten. In der Pressemitteilung der Produktion sagte Gedeck: Staatsanwältin Nelson ist eine Frau, die… „… darum kämpft, dass die Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland gewahrt werden. Mit dem Abschuss der Passagiermaschine wird
gegen einen elementaren Verfassungsgrundsatz verstoßen: Der Staat darf keine unschuldigen Menschen töten, Menschenleben sind nicht zu verrechnen. Auch in Zeiten der Bedrohung ist es nicht statthaft, das Grundgesetz zu relativieren.“ (dpa/FT)

Foto: ARD Degeto/Moovie GmbH/Julia Terjung,