Mittwoch, 26. Oktober 2016, 13:20 Uhr

Cliff Richard: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Sir Cliff Richard erhebt vor Gericht schwere Vorwürfe gegen die Polizei von South Yorkshire. Der 75-Jährige wurde erst vor kurzem von Vorwürfen bezüglich des sexuellen Missbrauchs von Kindern freigesprochen.

Cliff Richard: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Insgesamt 22 Monate lang ermittelte die Polizei gegen ihn. Nun will sich der Sänger an der englischen Rundfunkanstalt ‚BBC‘ und den Beamten rächen. Die Polizei hatte nämlich seine Villa in Berkshire ohne Erlaubnis und mit Live-TV-Übertragung durchsucht. In den offiziellen Gerichtsdokumenten behauptet Richard laut ‚The Sun‘, dass ‚BBC‘ einen Deal mit der Polizei eingegangen sei, um den Besuch ausstrahlen zu können.

Weiter berichtet er von einer Unterhaltung zwischen einem Beamten sowie einem Mitarbeiter der britischen Firma, in der sie sich über bestmögliche Aufnahmen bei der Razzia abgesprochen hätten. So habe der ‚BBC‘-Korrespondent gesagt: „Gib mir Bescheid, bevor sie irgendetwas rausnehmen, damit wir die Kamera in Position bringen können.“

Falls der Star den Prozess gewinnt, könnte er insgesamt 1,7 Millionen Euro absahnen. Unter anderem verlangt er 225.000 Euro „verschärften Schadensersatz“ sowie einen „bedeutenden Anteil“ an seinen Anwaltskosten. Außerdem legt er dem Gericht eine Rechnung von umgerechnet 148.000 Euro vor, die er für PR-Experten aufgrund seines erlittenen Image-Schadens ausgegeben habe. Laut dem ‚Summer Holiday‘-Künstler sei sein ganzer „kreativer und geschäftlicher“ Plan durcheinandergeworfen worden, da er dazu gezwungen wurde, sein Haus zu verkaufen sowie ein Buch und zwei Alben zu streichen. Ein gerichtlicher Vertreter verriet, dass das 26-seitige Dokument „total niederschmetternd“ sei: „Es repräsentiert einen kompletten Krieg zwischen Sir Cliff und ‚BBC‘ und der Polizei.“

Foto: WENN.com