Freitag, 28. Oktober 2016, 12:09 Uhr

Alexa Feser ist wieder da: Neues Video „Medizin“

Heute feiert das Video zu „Medizin“ von Alexa Feser Premiere. Nie klang die Liebe zur Musik schöner: Die Liebe zur ganz großen Geste gepaart mit dem Blick für die allerkleinsten Dinge: schon auf ihrem Warner-Debüt „Gold von morgen“ (2014) brillierte Alexa Feser als präzise Alltagsbeobachterin.

Alexa Feser ist wieder da: Neues Video „Medizin“

Nun hat die Musikerin ihr neues Album „Zwischen den Sekunden“ für den 27.01.2017 angekündigt. Angeführt wird es von der Single „Medizin“ – und wer sich jemals fragte, woher Alexa Feser die Fähigkeit nimmt, Zweifel und Ängste in positive Botschaften und einen gestärkten Blick nach vorn umzubiegen, findet hier eine Antwort: „Wenn kein Buch auf dieser Welt zu helfen weiß / und im Kopf sind alle Bilder schwarz und weiß / Wenn der Wodka seine Wirkung nicht erzielt / und das Leben mit gezinkten Karten spielt“, wenn also alle Stricke reißen, dann ist es die Musik, die ihr den Weg zurück ans rettende Ufer weist: „Dann legst du/ mir die Planken/ über die wir fliehen/ mein Rettungsboot aus Tönen/ und meine Medizin.“

„Der Song ist eine Liebeserklärung an die Musik“, bestätigt Alexa Feser. „Musik hat mich mein ganzes Leben in einer Form therapiert. Es war immer eine große Liebe, ein großer Partner, der Ehemann sozusagen“. Und das in guten wie in schlechten Zeiten: „Wenn die Dinge um einen herum nicht funktionieren und alles versagt, ist Musik meine Insel, mein Exil. Das Einzige, was mich runterbringen kann und bei mir selber ankommen lässt.“ Und angekommen ist Alexa Feser mit ihrem neuen Werk mehr denn je. Nachdem ihr das letzte Album mit einer Top-20-Platzierung, der Nominierung als „Künstlerin Rock/Pop national“ beim ECHO 2015 und mehreren ausverkauften Touren den verdienten Lohn für Jahre des unermüdlichen Festhaltens an ihrem musikalischen Traum einbrachten, ist die Sängerin, Songwriterin und Pianistin mit ihrem neuen Album noch einmal spürbar gewachsen.

Alexa Feser ist wieder da: Neues Video „Medizin“

Das hört man auch dem Sound an: die klassischen Arrangements des Babelsberger Filmorchesters sind noch gleißender, die Chorsätze, von Alexa selbst entwickelt, noch präziser, dazu sorgen die Produzenten Beatgees (u.a. Curse, MoTrip, Fabian Römer) mit unkonventionellen Samples und Soundeffekten immer wieder für Überraschungsmomente. Über all dem stehen Alexa Fesers Gesang – ungeheuer kraftvoll, unglaublich gefühlvoll – und ihre Texte, die die Welt durch das Mikroskop betrachten, manchmal aber auch aus der Vogelperspektive. Die deutsche Sprache so ganzheitlich und wortgewaltig einsetzen, wie sonst nur ein Herbert Grönemeyer oder ein Udo Lindenberg es vermögen. Ja, man kann mit Fug und Recht sagen: Musik ist Alexa Fesers „Medizin“.

Fotos: Sven Sindt