Donnerstag, 03. November 2016, 20:57 Uhr

Boy George stürmt hier aus einem Interview

Britenstar Boy George (55) ist am Donnerstag (3. November) aus einem Interview mit dem Fernsehsender ‚New Zealand TV’ hinausgestürmt. Der Grund: Die neuseeländische Moderatorin Toni Street (33) bohrte bei ihm über seine unerfreuliche Vergangenheit nach.

Boy George stürmt hier aus einem Interview

2009 wurde der Culture-Club-Frontmann mit dem Hut nämlich zu 15 Monaten Haft verurteilt, nachdem er den norwegischen Callboy Audun Carlsen 2007 zu Unrecht in seiner Londoner Wohnung gefangen gehalten hatte. Der Sänger sagte damals vor Gericht aus, dass er den Mann verdächtigte, Fotos von seinem Computer gestohlen zu haben. Dieser gab seinerseits zu Protokoll, der 55-Jährige habe ihn in seiner Wohnung mit Handschellen an eine Wand gefesselt und ihn dann mit einer metallischen Kette geschlagen.

Als Grund dafür gab er an, dass Boy George verärgert gewesen wäre, weil er nicht beim ersten Treffen mit ihm geschlafen hätte. Kein Wunder also, dass der Popstar im Interview nicht wirklich gerne an diese unangenehme Episode erinnert werden wollte. Im dazugehörigen Clip reagiert er dann auch zunächst ziemlich genervt mit: „Weißt du was, warum machst du nicht mit etwas weitaus Nützlicherem weiter, du weißt, was ich meine.“

Und schließlich ergänzte er: „Eigentlich, weißt du was…danke“, bevor er sein Mikrofon ablegte und das Interview abbrach. Seinen Unmut darüber brachte der Sänger dann auch auf Twitter zum Ausdruck: „Hab gerade ein stinkendes Interview für Neuseeland gemacht, was ich im Robert-Downey-Jr-Stil beendet habe. Jetzt brauche ich mein eigenes Film-Franchise!“ Die betreffende Reporterin erklärte ihrerseits zu dessen Verhalten, dass sie darüber erstaunt und „wirklich schockiert“ gewesen wäre. Sie hätte ihn bis zum Interview-Abbruch nämlich als „fröhlich und unterhaltend“ empfunden. Sie verriet: „Er hatte bereits eine Frage zu dem Thema so wundervoll beantwortet. Er sagte, dass er einfach vorangehen und seine Vergangenheit dazu nutzen wolle, anderen Drogensüchtigen zu helfen.“

Da stellt sich doch die Frage, warum die Dame trotzdem immer weiter nachbohrte. Oder ist es gerade das, was eine gute Journalistin ausmacht? Denn das sind doch gerade die Antworten, die die Welt wirklich interessieren…(CS)

Foto: WENN.com