Donnerstag, 03. November 2016, 17:30 Uhr

Jim Button: Groovende Frischware mit Hit-Garantie

Namen sind nur Schall und Rauch. Findet auch Jim Button, die mit ihrem Debütalbum überrascht. Na klar, ihr Name klingt erstmal nach Augsburger Puppenkiste und Michael Ende, aber das passt dann doch. Märchenhaft und verträumt beginnt ihr Debütalbum „Undone“, mit dem sanft fließenden Opener „Cold Water“.

Jim Button: Groovende Frischware mit Hit-Garantie

Die Hamburgerin macht sich keinen Kopf, sie legt einfach los. Und mit dem zweiten Track nimmt das Album Fahrt auf. Dieses „Sunday Morning“ ist eine Hymne auf die Liebe, dazu gibt es auch ein schönes Video mit sich küssenden Menschen in Barcelona, keine Models oder Schauspieler, sondern einfach nur Passanten.

Es ist noch gar nicht so lange her, ein paar Jahre erst, da beschloss Jim Button im Norwegen-Urlaub, eine Karriere als Songwriterin zu starten. Gerade veröffentlicht die End-Dreißigerin ihr Debütalbum. Für Jim Button hat das Werk ein Oberthema: den menschlichen Makel. „Das schönste an Menschen sind für ich ihren kleinen Fehlern.“

Dass Menschen für sie eine große Rolle spielen, zeigt sie auch in ihrem aktuellen Video „Sunday Morning“. Beim Videodreh in Barcelona sprach sie wildfremde Paare an ob sie nicht Lust hätten sich vor der Kamera zu küssen und bekam nur eine Absage. Das Ergebnis spricht für sich selbst. „Das Video bedeutet mir sehr viel, weil es so deutlich zeigt, wie schön Liebe ist – egal in welcher Form sie daherkommt und zwischen wem sie stattfindet. Sie sollte einfach immer gefeiert werden.“

Noch mehr neue Musik zum Reinhören gibt’s auch hier!

Jim Button: Groovende Frischware mit Hit-Garantie

Dass Jim Button eigentlich Carolin heißt, und in einem früheren Leben mal Fotografin war, muss man eigentlich gar nicht mehr wissen. Interessanter sind da schon ihre musikalischen Vorlieben, da nennt sie die Indie-Frickler von The XX ebenso wie die schwedische Hitfabrik ABBA. Apropos Hit, ihre erste Single „Keep Calm And Carry On“ hat auf jeden Fall Ohrwurm-Qualitäten, und auch zu diesem Song gibt es ein nettes Video. Auch wieder nicht stylish, aber echt. So wie das ganze Debütalbum. Jim Button, den Namen muss man sich merken. (dpa/KT)

Fotos: Dennis Dirksen