Montag, 07. November 2016, 16:35 Uhr

Der Club der roten Bänder: Tim Oliver Schultz über die neue Staffel

Heute Abend startet die zweite Staffel von ‚Der Club der roten Bänder‚. Die Geschichte von Leo, Emma, Jonas, Toni, Alex und Hugo hat ganz Deutschland bewegt: Darin dreht sich alles um diese sechs Kinder und Jugendliche, die durch ihr Schicksal in einem Krankenhaus zueinander finden.

Der Club der roten Bänder: Tim Oliver Schultz über die neue Staffel

Einer der Hauptrollen spielt neben Sahneschnittchen Damien Hardung auch Mädchenschwarm Tim Oliver Schultz. Mit VOX sprach er über die neue Staffel. Hier ein Auszug

Worauf können sich die Zuschauer in der neuen Staffel von „Club der roten Bänder“ freuen? Kannst du schon einen kleinen Ausblick geben?
Die Zuschauer können sich in der zweiten Staffel auf genau die Dinge freuen, die sie schon in der ersten Staffel begeistert haben: Emotionen, Hochs und Tiefs, der Witz der jungen Menschen. Die „Bänder“ sehen sich im Krankenhaus mit ihrer Krankheit konfrontiert und gehen trotzdem so positiv mit dem Leben dort um. In der zweiten Staffel werden die Rollen auch aus dem Krankenhaus gehen, was ja komplett neu ist. Und dann kommen noch neue Figuren dazu, die alle toll sind und auch klasse besetzt wurden. Sie fügen sich total gut in das Ensemble ein. Ansonsten gibt es große Gefühle, Rückschläge und den Kampf ums Leben.

Der Club der roten Bänder: Tim Oliver Schultz über die neue Staffel

Was macht für dich den Reiz der Serie aus? Was ist das Besondere?
Das Besondere an der Serie war für mich schon immer das Format an sich. Es sind sechs Jugendliche, die im Krankenhaus sind und um ihr Leben kämpfen. Sie zeigen dem Zuschauer ein Thema, mit dem er sich sonst nicht beschäftigt: Tod und Leben. Die Serie gibt jedem Zuschauer, ob er jetzt krank ist oder nicht, ob er Angehörige hat die im Krankenhaus sind oder nicht, Kraft. Viele Menschen haben sich in den letzten Monaten tatsächlich bei mir bedankt, dass wir ihnen so viel Kraft gegeben haben. Und das ist einfach nur schön! Manche sagen natürlich auch, dass sie die Serie nicht gucken können, weil es ihnen zu krass ist, so tiefe Emotionen und schlimme Situationen zu sehen. Aber ich glaube, dass jeder für sich etwas aus der Serie lernen kann.

Der Club der roten Bänder: Tim Oliver Schultz über die neue Staffel

Wie war es, alle nach so einer langen Zeit am Set wieder zu treffen?
Es war total schön alle wieder zu sehen. Wir Schauspieler haben uns ja auch zwischendurch viel gesehen. Auch mit den Produzenten und Autoren haben wir immer Kontakt gehabt. Vor allem die vielen Feste zu den sehr besonderen Anlässen waren toll – wir hatten mit den vielen Preisverleihungen ja quasi einen Preisrausch! Beim ersten Drehtag war es in der Tat so, dass 98 Prozent der Mitarbeiter aus der ersten Staffel wieder dabei waren. Drei Mitarbeiter haben sich sogar ein rotes Band tätowieren lassen! Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und dann ist es sehr schön für mich als Schauspieler, wenn man sich den Leuten öffnen kann, die einem viel bedeuten.

Wie hast du die Zeit nach der 1. Staffel empfunden?
Für mich ist es erstmal schwierig gewesen abzuschalten und wieder in das normale Leben zu kommen. Man hat sich so intensiv mit der Rolle beschäftigt. Ich bin ja schon seit einigen Jahren als Schauspieler tätig und habe mir dann immer eine Auszeit nach so einem Drehprojekt genommen. Im Fall der Rolle „Leo“ habe ich das auch gemacht. Ich wollte erst einmal mein eigenes Leben wiederfinden. Als die Ausstrahlung und die Pressearbeit zu „Club der roten Bänder“ anfingen, kamen auch schon die ersten Preise. Das war eine abgefahrene Zeit. Bei dem ersten Preis war ich noch im Urlaub. Aber dann kam schon der nächste Preis und ich musste zum ersten Mal im Leben eine Rede halten. Mit den Preisen wurde dann natürlich auch das Interesse der Öffentlichkeit größer. Ich habe Angebote und Drehbücher bekommen. Wenn man seit 17 Jahren schauspielert ist das plötzlich eine krasse Situation. Aber privat hat sich letztendlich nicht so viel geändert.

Der Club der roten Bänder: Tim Oliver Schultz über die neue Staffel

In der ersten Staffel „Club der roten Bänder“ ist Leo durch viele emotionale Höhen und Tiefen gegangen – blickst du seitdem anders auf das Leben?
Was Leo durchmacht in der ersten sowie auch jetzt in der zweiten Staffel ist einfach außergewöhnlich für einen 16- bis 17-Jährigen. Seine Geschichte ist sehr hart aber auch ergreifend. Ich stelle mir immer wieder vor, dass Albert Espinosa das alles ja wirklich so erlebt hat. Als ich die Geschichte gelesen, gehört und auch gefühlt habe, hat das sehr viel in mir hervorgerufen. Ich hab ein neues Bewusstsein bekommen für Dankbarkeit und die Wertschätzung vom Leben. Es ist nicht selbstverständlich, das man zwei Beine hat und so frei herum laufen kann.

Foto: VOX/ Martin Rottenkolber