Mittwoch, 09. November 2016, 18:20 Uhr

Candy Ken: Der knallbunte It-Boy ist aus Japan zurück

Der Herr ist schon ein echtes Phänomen: Rapper und It-Boy Candy Ken (23) machte gerade ein bißchen Karriere auf der anderen Seite des Globus. Gestern ist er aus Japan zurückgekommen, wo er u.a. für Designerin Michiko Koshino gelaufen ist.

Candy Ken: Der knallbunte It-Boy ist aus Japan zurück

Die Menschen in Südostasien haben den exzentrischen östereichischen „Hello Kitty“-Boy offenbar schnell in ihre Arme geschlossen, nachdem auch Starfotograf Terry Richardson (55, u.a. Lady Gaga) ihn schon vor die Linse holte. Dieser Seite sagte er kurz nach seiner Rückkehr: „Japan ist für mich eines der inspirierendsten und buntesten Orte und wie gemacht für Candy Ken. Meine Ästhetik und Darstellung wird dort sehr geschätzt und wenn ich durch Harajuku spaziere komme ich kaum voran weil so viele sich mit mir fotografieren lassen wollen! Überhaupt ist es in Tokio unglaublich sicher – auch komplette bekleidet in Pink muss man sich nachts nicht fürchten oder aufpassen wohin man geht!“

Mit dem Konzept „Kawaii Craziness“ will er nun die Herzen seiner Fans erobern. „Kawaii“ ist ein japanischer Ausdruck für „liebenswert“, „süß“, „niedlich“, „kindlich“, steht mittlerweile für ein ästhetisches Konzept, das die Unschuld und Kindlichkeit hervorhebt und sich auf alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgebreitet hat.

Grund genug sich den Kurzzeit-Ex von Bonnie Strange (30) mal genauer anzuschauen.

Männlich oder weiblich? Schwul oder hetero? Candy Ken lässt viele Fragen bewusst offen, denn genau das ist seine Strategie, um sich medienwirksam darstellen. Zugegeben, das Video mit den Vogelbaby war vielleicht ein bisschen zu hart: Der 23-jährige schälte 2015 ein unausgebrütetes Kücken aus seinem Ei und aß es dann scheinbar bei lebendigem Leibe. Das Video war extrem, aber tatsächlich ist angebrütetes Ei (Balut) eine Spezialität, die in Südostasien sehr verbreitet ist. Das Ei wird gekocht, also lebt das Kücken nicht mehr.

Candy Ken: Der knallbunte It-Boy ist aus Japan zurück

Sein Musik ist lustiger Rap auf Englisch mit österreichischem Akzent, quasi so als würde Arnold Schwarzenegger (69) rappen. Sein Style ist eine bunte Mischung aus „Hello-Kitty“-Aufklebetattoos auf einem 1-A-Adonis-Body, zusammen mit rosa Plüsch und verchromten Grills. Alles Provokation? Er selber sagt: Nein.

Schon als Kind liebte Candy Ken, der eigentlich Jakob heißt, einfach alles, was kitschig und bunt ist. Heute kombiniert er gerne Dinge miteinander, die scheinbar nicht zusammengehören. Aber nicht um zu provozieren. Er will Inspiration dafür sein, sich selber weniger in Stereotypen und alten Rollenbildern zu sehen. Seine Message ist simple: Trau dich du selbst zu sein und hab einfach Spaß daran. (LK)

Fotos: Privat/CandyKen